Donnerstag, 16. Juli 2015

Review | Victoria Purman - Our Kind of Love




Anna is… unexpected… unbelievable… unstoppable. And unavailable. Will what happened in Middle Point stay there?

Dr. Anna Morelli rarely makes mistakes. But this one is big, bordering on huge. Somewhere between sunset and sunrise at the simple beachside wedding of two old friends, she’s cried in the ladies bathroom, danced to too many ABBA songs and survived the best, knock-your-socks-off one night stand in recorded history. Has she gone crazy? She’s supposed to be running from the disasters in her life, not creating more.

Award-winning journalist Joe Blake is back in Middle Point to lick his wounds after being dumped by his wife and sacked from his Sydney job on the same day. But after one incredible night with Anna, he finds he’ll need all his investigative skills to figure out why she won’t give in to their sizzling chemistry…

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Der letzte Teil der „Boys of Summer“-Trilogie dreht sich um Lizzies Bruder Joe und Dans beste Freundin Anna. Joes Karriere als Enthüllungsjournalist und seine Ehe endeten an ein und demselben Tag. Aus diesem Grund ist er nach Middle Point zurückgekehrt, um hier sein Leben neuzuordnen. Auch Anna macht gerade eine schwierige Zeit durch. Während sie in ihrem Job als Hausärztin erfolgreich ist, findet sie nach mehreren Fehlgeburten heraus, dass ihr Ehemann sie betrügt. Da sie nicht den Mut hat, ihrer italienischen Familie das Ende ihrer Ehe zu beichten, fährt sie erst mal nach Middle Point, um ihren Exfreund Dan zu besuchen und über ihre weiteren Schritte nachzudenken. Auf Julias und Rys Hochzeit trifft sie auf Joe und wirft ihre Sorgen für eine gemeinsame Nacht über Bord. Für Joe könnte dies ein Neubeginn sein, Anna hingegen hat nicht vor, der Anziehung zwischen ihnen noch einmal nachzugeben.

Bei dieser Geschichte ist es wieder einmal der Fall, dass ich den Helden lieber mochte als die Heldin. Nichts gegen Anna, sie ist ganz sympathisch, temperamentvoll und mutig. Jedoch hatte ich so meine Probleme mit ihren Familienangelegenheiten. Eine Frau über Dreißig sollte eigentlich keine Angst davor haben, ihren Eltern von ihrer Scheidung zu erzählen. Immerhin ist sie erwachsen und muss sich vor niemandem rechtfertigen. Schon gar nicht, wenn es sich bei ihrem Ehemann um einen betrügerischen Bastard handelt. Allerdings habe ich keine Ahnung von der Dynamik italienischer Großfamilien. Sie scheint fixiert darauf zu sein, die Familie zufriedenzustellen und Kinder zu bekommen. Ich hätte es lieber gesehen, wenn sie sich mehr auf Joe und ihre Anziehung konzentriert hätte und zu einigen Kompromissen bereit gewesen wäre.

Joe hingegen lässt sich trotz seines emotionalen Ballasts auf eine neue Beziehung ein; geht dafür auch Übereinkünfte ein. Er ist ein charmanter, lockerer Mann, mit dem man Pferde stehlen könnte. Ihre Beziehung hilft beiden, sich weiterzuentwickeln und die schweren Zeiten zu überstehen.

Julia und Ry sowie Lizzie und Dan kommen natürlich nicht zu kurz und geben auch in diesem Teil ihren Senf dazu. Das hat mich sehr gefreut, denn es war schön, die beiden Pärchen wiederzusehen und zu erfahren, wie sich ihre jeweiligen Beziehungen weiterentwickeln.

Wie auch die Vorgänger beinhaltet „Our Kind of Love“ durchaus wirklichkeitsnahe Probleme.  Allerdings erscheinen mir die Dramen, denen sich Joe und Anna in diesem Teil stellen müssen, weitaus erzwungener als in den anderen beiden Bänden.

Die gesamte „Boys of Summer“-Trilogie ist schön geschrieben; mit einem wunderbaren Kleinstadtsetting und liebenswerten Charakteren, deren Geschichte ich gerne verfolgt habe. Der letzte Teil  ist eine unterhaltsame Lektüre, die meiner Meinung nach zwar nicht mit den beiden Vorgängern - "Nobody but Him" und "Someone like You" - mithalten kann, jedoch auf jeden Fall lesenswert ist und einen abgerundeten Abschluss der Reihe bietet.


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