Review | Tracey Alvarez - Drawing Me In




She’s drawn by his wild spirit…
Bree Findlow’s ordered world slides into chaos when the man who broke her heart arrives back in their small New Zealand home-town. But with years of avoidance tactics under her belt, she figures ignoring the sexy-as-sin artist whose touch colors her red hot, is a practical solution. Until her mother arrives with an announcement jeopardizing Bree’s livelihood, and her sister also shows up… along with the nine-year-old secret Bree has kept hidden from everyone. Especially the father of that secret.

He’s drawn by her quiet strength…
Harley Komeke is back in Oban to rest, regroup and hopefully re-find his missing muse. He also isn’t against rediscovering every inch of the icy-cool treat, Bree Findlow—after falling under her spell in what felt like a lifetime ago at Art College. His pursuit takes an unexpected turn when, hello, insta-fatherhood. Reeling from shock, Harley knows he should despise the woman who allowed her sister to informally adopt their son, but he can’t. Because Bree, more than anyone, understands that with his past, he never, ever wanted to risk having a wife and family.

They’re drawn to each other over and over…
Like the formidable tides that surge around Stewart Island, Bree and Harley can’t resist the heat generated between them. Push and pull, kiss and retreat, touch after breathless touch—until a moment's recklessness has consequences neither can brush aside.

Passion won’t hold them together when past fears threaten to tear them apart.


~*~

Seit Brees und Harleys kurzer Beziehung vor zehn Jahren ist ihm die Fotografin aus dem Weg gegangen. Das war nicht schwer, immerhin hatte er sie damals zurückgelassen, um in New York Karriere als Künstler zu machen, während sie nach Oban zurückkehrte. Jetzt sind sie zum ersten Mal wieder zur selben Zeit am selben Ort und alles läuft aus dem Ruder. Während Harley nachhause zurückgekehrt ist, um seine verlorengegangene Muse wiederzufinden, kämpft Bree dank ihrer egoistischen Mutter um den Erhalt ihrer Galerie. Die Probleme mit ihrer Mum treten aber erst einmal in den Hintergrund, als auch noch ihre ältere Schwester mit ihrem neunjährigen „Sohn“ Carter im Schlepptau. Ein Blick genügt und Harley erkennt die Wahrheit. Dass Bree ihm seinen Sohn verheimlicht hat, kann ihn nicht davon abhalten, sie weiterhin zu begehren.

Bree Findlow hat den Souvenirladen / Galerie ihrer Mutter in Oban mit viel Arbeit und Entbehrungen zu dem gemacht, was er heute ist: ein beliebter Ort für Touristen. Das sieht ihre Mutter allerdings anders und will ihn verkaufen, um mit dem Geld eine eigene Galerie in Christchurch zu eröffnen. Doch Bree will sich nicht geschlagen geben, nachdem ihr die Bank keinen Kredit geben will, gibt es nur eine Möglichkeit: Sie könnte Harley Komeke um das nötige Geld zu bitten. Doch genau das fällt ihr schwer. „Queen Bee“ ist ein kratzbürstiger Charakter. Leider konnte ich mich mit ihr nicht so anfreunden wie mit den anderen Heldinnen, da sie immer etwas unnahbar und kontrolliert bleibt. Mutig fand ich ihre Entscheidung als Teenager: Alleine war sie selbst nicht in der Lage, sich um ihren Sohn zu kümmern, weshalb sie ihn von ihrer Schwester und deren Mann adoptieren ließ. Auch wenn Carter bald erfahren hat, dass „Auntie Bree“ seine richtige Mutter ist, war die Situation für sie schwierig - den Sohn nahe bei sich, aber doch nie für sich allein zu haben.

Harley ist im Gegensatz zu seinem ruhigen Zwillingsbruder Ford immer auf Achse. Ein erfolgreicher Künstler, der die Welt bereist. Jetzt hat ihn seine Inspiration im Stich gelassen, doch vielleicht findet er sie ja in seiner Exfreundin? Harley fand ich ganz nett, auch wenn er für mich ebenso wie Bree immer etwas distanziert bleibt. Der Hüne, der bislang jeglichen Umgang mit Kindern vermieden hat, freundet sich mit Carter an und obwohl er nicht ganz plötzlich zum „Super Daddy“ wird, war es  schön, die beiden zusammen zu erleben. Überhaupt geht Harley mit dieser doch überraschenden Enthüllung bedacht um, auch wenn er unsicher ist, wie er sich verhalten soll.

Ich fand es gut, dass die Sache mit dem verheimlichten Kind bereits am Anfang der Geschichte enthüllt wird. Ich hatte befürchtet, dass sich Bree und Harley näher kommen und dieses Geheimnis, ihre Beziehung zum Scheitern bringt, ehe sie sich wieder zusammenraufen, aber dem ist nicht so. Allerdings hätte ich auch nicht gedacht, welchen Weg die Geschichte tatsächlich einschlägt. Ihre Beziehung war und ist nicht einfach, manchmal war ich mir nicht einmal sicher, ob sie sich lieben. Aber das war okay, es ist ja nicht immer alles eitler Sonnenschein; die beiden haben noch viel Unverarbeitetes aufgestaut und sind außerdem noch stur. Aber trotzdem für einander bestimmt und das Ende war schöön. Auch wenn mich Bree und Harley als Pärchen und ihre Geschichte nicht so überzeugt haben wie die anderen der Reihe, waren  der Schreibstil wie immer toll. All die anderen lieb gewonnenen Charaktere treten auch wieder in Erscheinung, was mich gerade an einen Reread ihrer Bücher denken lässt :)  

Vielen Dank an Tracey Alvarez für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplares! 

„The only damn time I find peace, find out who I really am, is when I’m with you.“ (S. 264)

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