Review | Loreth Anne White - In The Barren Ground




In the Barrens, a vast wilderness in northern Canada bordering the Arctic Circle, night consumes every hour of the winter. Humans are scarce; ferocious predators roam freely. Locals say spirits do, too.

Rookie cop Tana Larsson doesn’t mind the dark and quiet. Five months pregnant and hoping to escape the mistakes of her past, she takes a post in Twin Rivers, population 320. Maybe here she can find peace and community for her child.

But with her superior out of commission, Tana becomes the sole police officer in 17,500 square miles. One bitter night, she gets a call about the fatal wolf mauling of two students, and the only way to reach the remote scene is to enlist the help of the arrogant, irritatingly handsome Cameron “Crash” O’Halloran, a local bush pilot with a shady reputation for smuggling and a past cloaked in shadow.

When the macabre scene they uncover suggests violence much more sinister than animal, Tana must trust Crash if she wants to protect the town - and herself from the evil that lurks in the frozen dark.

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Tana Larsson ist eine Polizistin Mitte 20. Versetzt in die einsame Gegend der Barren Grounds im Norden Kanadas hält sie dort alleine die Stellung. Schwanger und emotional angeschlagen. Da geschehen zwei Morde und plötzlich ist auch ihr Leben in Gefahr. 
Ich habe ihren eisernen Willen, diesen Fall zu lösen und auch die anderen Entscheidungen, die sie getroffen hat, bewundert. Trotz der zahlreichen Hürden, die man ihr bislang in ihrem Leben gestellt hat und für die sie teilweise auch selbst verantwortlich war, ist sie nicht untergegangen, sondern hat letztlich sogar gewonnen.

Cameron „Crash“ O‘Halloran hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Nach Twin Rivers gekommen, um ein Verbrechen zu sühnen, hält er sich als Pilot über Wasser. Mit illegalen Transporten will er sich das Vertrauen der Männer, die er verantwortlich hält, erschleichen. Er ist ein einsamer Wolf, der Fehler gemacht hat, die ihn seine Familie kosteten, weshalb er mit dieser Idee abgeschlossen hat. Deshalb ist er auch nicht begeistert, als er bemerkt, dass ihm die neue junge Polizistin und deren ungeborenes Kind nicht egal sind. Sein Beschützerinstinkt kommt durch. Um ihr zu helfen, setzt er seine eigenen Pläne aufs Spiel, was ihn trotz seiner rauen Art noch sympathischer macht. Dass Tanas und Crashs Beziehung sich langsam aufbaut und die meiste Zeit über im Hintergrund bleibt, hat sie realistisch gemacht. Beide sind verletzt und daran gewöhnt, sich allein durchs Leben zu schlagen, sodass sie nicht sofort in Liebe zueinander versinken. Was auch nicht gepasst hätte, da sie sich anfangs auch nicht gerade sympathisch sind.

Das Setting. Schon zum zweiten Mal spielt eine von Loreth Annes Geschichten in kalter Einsamkeit. Diesmal sind es die sogenannten Barren Grounds. Dort in der großen sub-arktischen Tundra, die weitgehend unbewohnt ist, gibt es nur wenige Dörfer. Eines davon ist Twin Rivers. Am einfachsten mit dem Flugzeug erreichbar und meist auf ein Schneemobil und Satellitentelefon angewiesen, trägt der Handlungsort einiges zur Spannung der Geschichte bei. Dass dabei auch eine alte Legende der Natives über ein sogenanntes spirit-beast, die in einen Horrorroman namens „The Hunger“ eingebaut wurde und ein Serienmörder, der genau danach tötet, eine bedeutende Rolle spielen, macht das Ganze noch beklemmender. Dessen Identität konnte ich lange Zeit nicht zuordnen. Es gab einige Verdächtigte, denen man solche Taten leicht zugetraut hätte und erst als es die entsprechenden Hinweise gab, wusste ich wer es war. So soll es sein.

Die Taten an sich sind grausam und die Autorin beschreibt sie ebenso wie alles andere präzise und in aller Deutlichkeit. Daher lässt sich der ganze Roman wohl bestens mit den eigenen Worten der Autorin / des Verlags beschreiben: IN THE BARREN GROUND, a dark, atmospheric romance and police procedural with gothic/horror overtones set in a remote fly-in community just south of the arctic circle ...

Loreth Anne White hat es wieder einmal geschafft, mich mit einer ihrer Geschichten zu fesseln. So sehr, dass ich die letzten Kapitel mit angehaltenem Atem las. Mit ihrem fesselnden, klaren Schreibstil und ihrer Fähigkeit, mich mitten in die Geschichte zu ziehen, ist sie innerhalb kürzester Zeit zu meiner Lieblings-Thriller-Autorin geworden. 




 

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