Review | Sawyer Bennett - Zack




Rising star Zack Grantham has been stuck in a downward spiral of grief ever since the car accident that left him a single dad and put his career on hold. Back on the road with the Carolina Cold Fury and still crippled by emotional baggage, he’s in need of some serious help with his son. But while the nerdy new nanny wins his son’s heart, Zack isn’t sure he’s ready for a woman’s touch - even after getting a glimpse of the killer curves she’s hiding under those baggy clothes.

Kate Francis usually keeps men like Zack at a distance. Though his athlete’s body is honed to perfection, he refuses to move on with his life - and besides, he’s her boss. Still, the sparks between them are undeniable, tempting Kate to turn their professional relationship into a personal one. But before she makes a power play for Zack’s wounded heart, Kate will have to open him up again and show him that love is worth the fight
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Vor vier Monaten hat Zack seine Freundin und Mutter seines Sohnes, Gina, bei einem Autounfall, bei dem er selbst schwer verletzt wurde, verloren. Jetzt sind zwar seine körperlichen Verletzungen soweit verheilt, dass er wieder Hockey spielen kann, die emotionalen Wunden sind allerdings noch immer frisch. Bisher hat er sich mit der Unterstützung seiner Schwester Delany um den vierjährigen Ben gekümmert, doch nun muss eine Nanny her. Während Delany die Richtige rasch gefunden hat, ist Zack nach der ersten Begegnung mit Roberta Kathryn Francis, genannt Kate, nicht überzeugt. Sie ist zu jung, zu nerdy, zu adorkable. Trotzdem gibt er ihr eine Chance, als er sieht, wie gut sich Ben mit ihr versteht. Im Laufe der Zeit ändert sich seine Einstellung: Er fängt an, Kate zu mögen und die beiden beginnen eine Affäre. Während sie sich körperlich nahe sind, versucht er jedoch, sie nicht zu sehr in sein Leben; seinen Familien- und Freundeskreis zu integrieren. Denn nach Ginas Tod und den Schuldgefühlen ist er nicht bereit, sich noch einmal zu binden. Kate versteht ihn, doch es kommt der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt und an dem folgenschwere Entscheidungen getroffen werden müssen.

Sawyer Bennett gelingt es meiner Meinung nach sehr realistisch, Zacks inneren Kampf darzustellen: einerseits trauert er noch um Gina und fühlt sich ihr gegenüber schuldig, andererseits ist Kate die erste Frau, die ihn wieder etwas fühlen lässt. Ist es anfangs nur Lust, so wandelt sich das im Laufe der Zeit auch bei ihm zu etwas Beständigerem, was er natürlich nicht wahrhaben will. Trotz seines emotionalen Ausnahmezustandes ist Zack ein guter Vater, der nur das Beste für Ben will. Er ist loyal, stark und man bekommt auch Einblicke auf den charmanten, charismatischen Zack, der er einmal war und der er wieder sein wird. Ich habe mit ihm gelitten, aber auch über ihn geschimpft und geflucht.

Ben verkraftet den Verlust seiner Mutter im Gegensatz zu Zack ganz gut. Das ganze Buch über erwähnt er Gina nicht noch trauert er großartig um sie. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass der Junge nur einen kleineren Nebencharakter darstellt und man ihn und seine Gefühle nicht wirklich kennenlernt.

Kate ist eine wunderbare Heldin. Versteckt hinter ihrer weiten Kleidung, dem hochgesteckten Haar und der großen Brille verbirgt sich ein liebenswerter Mensch mit einem großen Herzen. Sie hat nie mit ihrem Leben gehadert, obwohl sie schwierige Zeiten durchgemacht hat; hat sich auch nie dafür geschämt, nur wenig Geld zu haben. Was ich wirklich an ihr mag, ist ihr Charakter: sie ist lustig, klug, auf nette Art seltsam – einfach adorkable. Sie kämpft um das, was sie will; gibt aber auch nach bzw. lässt los, wenn es keinen Sinn mehr hat.

Kates und Zacks Beziehung beginnt für beide Seiten als Affäre. Zack fühlt zum ersten Mal seit dem Unfall wieder Leidenschaft und Kate sich von Anfang an zu ihm hingezogen. Sie passen sehr gut zusammen, wären da nicht die von Zack aufgestellten Regeln, die er selbst immer wieder bricht. Es tat weh, mitzuerleben, wie Zack Kate mit Worten verletzte; sie auf ihren Platz als Nanny und nicht als Familienmitglied verwies. Doch sie lässt sich davon nicht unterkriegen; ahnt sie doch, dass dies bloß dazu dient, Grenzen aufzuzeigen, die Zacks Schuldgefühle im Zaum halten sollen. Dass das letztlich nicht gut enden kann, ist von vornherein klar.

 
„Zack“ ist meiner Meinung nach der bisher emotionalste und beste Band der Reihe. Im Gegensatz zu anderen Serien, die mit einem starken ersten Teil starten und dann nachlassen, ist es hier für mich persönlich genau anders rum. Starke Hauptcharaktere und eine gefühlvolle  Geschichte  machen „Zack“ zu einer wunderbaren, unterhaltsamen Lektüre. Auf jeden Fall zu empfehlen.

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