Dienstag, 28. April 2015

Review | Anna Cruise - Maverick




Ever since he can remember, he’s wanted to be a professional surfer. And he made it, rising to the top of the ranks, traveling the world and riding every break he’s ever dreamed of. His good looks and reputation for living on the edge - both in and out of the water - have made him an international superstar. But when his best friend dies in a tragic accident, Kellen wipes out big time, spiraling so badly that everything he’s worked for starts to disintegrate.

Tour officials scramble to do damage control and demand he work with a public relations company to clean up his bad boy image. It doesn't help that the person assigned to him, Gina Bellori, has her own demons associated with the surfing world.

Against her better judgement Gina accepts the job and concentrates on repairing Kellen's tattered reputation, despite his protests and despite the pain it causes her. With her past colliding with her present - and Kellen in the thick of it - she begins to realize that some secrets can't stay hidden.

And suddenly, Kellen Handler is no longer worried about losing his career.
He's more worried about losing his heart.

~*~

Kellen Handler ist Profi-Surfer und nach dem Unfalltod seines besten Freundes Jay etwas neben der Spur: Alkohol, Sex, das Ausfallenlassen von Interviews… Nach einer Kneipenschlägerei bekommt er von den Sponsoren schließlich ein Ultimatum gestellt: entweder er arbeitet gemeinsam mit einer PR-Beraterin an seinem Image oder er verliert seine Werbeverträge. Gina Bellori will nur eines: nichts mit Surfern zu tun haben. Trotzdem wird ihr, genau aus dem Grund, aus dem sie diesen aus dem Weg geht, der Auftrag zugeteilt. Immerhin kennt sie sich in der Szene aus. Und so bleibt ihr nichts anderes übrig als mit Kellen zu arbeiten. Das wird für sie zu einer Zerreißprobe, denn er weckt die Geister ihrer Vergangenheit und außerdem Gefühle, gegen die sie sich heftig wehrt. Doch Kellen hat nicht vor, kleinbeizugeben.

Kellen ist ein sympathischer Charakter. Der Tod seines besten Freundes hat ihn stark mitgenommen, denn er gibt sich die Schuld daran. Um zu vergessen, arbeitet er hart und feiert noch viel härter. Mit belanglosem Sex und Alkohol versucht er, sich abzulenken. Trotz dieses oberflächlichen Bad Boy-Images ist er ein liebenswerter, charmanter Kerl. Vor allem die Szene auf der Abschlussfeier der weiblichen Surferinnen fand ich toll, sie zeigt, dass auch große, starke Männer wie er nervös sein können. An mehreren Stellen im Buch hätte ich ihn einfach gerne umarmt.

Gina hat ihre eigenen Dämonen, die sie seit Jahren tief in sich vergräbt. Doch die Arbeit mit Kellen bringt die Erinnerungen wieder an die Oberfläche. Zu ähnlich ist Kellen den Jungs aus ihrer Vergangenheit. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die aus Angst vor einer Wiederholung der Ereignisse niemanden an sich heranlassen will. An einigen Stellen hat sie zwar eindeutig überreagiert, aber es kommt vor, dass man in aufgewühltem Zustand nicht immer rational handelt. Trotzdem hat mich ihr Hin und Her teilweise geärgert.
Kellens Trauer ist von Anfang an offensichtlich, während Ginas tragische Vergangenheit erst nach und nach ans Licht kommt. Man konnte sich dank einiger Hinweise zusammenreimen, was damals geschehen ist, dennoch bleiben die tatsächlichen Geschehnisse tragisch. Beide Charaktere haben Verluste erlitten; sind verletzt und verwundbar. Das Ende ist daher realistisch und perfekt passend.

Schön und eine Abwechslung ist auch, dass es zwischen Kellen und Gina keine Liebe auf den ersten Blick gibt. Obwohl sie einander sofort attraktiv finden, entwickelt sich ihre Verbindung erst im Laufe ihrer Zusammenarbeit.
Ein weiterer Pluspunkt waren die Surfszenen. Obwohl der Sport nicht im Mittelpunkt der Geschichte steht, gibt es ein, zwei Szenen, in denen Kellen surft und diese Beschreibungen sind so anschaulich, dass man die Wellen; die Meerluft wirklich vor sich sehen bzw. riechen kann.

Dass das Buch aus der Sicht beider Charaktere (vorwiegend aber aus Kellens) erzählt wird, finde ich super, weil ich gerne beide Seiten einer Geschichte lese. Gestört hat mich nur, dass die jeweiligen POVs nicht gekennzeichnet waren. So war es oft verwirrend, welche Sichtweise jetzt gerade dran war.

Alles in allem ist „Maverick“ eine gut geschriebene Sportlerromanze, die - abgesehen von ihren jeweiligen Vergangenheiten - wenig Drama, tolle Settings und realistische Charaktere besitzt. Eine Geschichte, die zeigt, dass das Leben weitergeht, auch wenn man glaubt, vor Trauer nicht weitermachen zu können.


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