Freitag, 10. April 2015

Shorties | Kitty French - Genie

Manchmal habe ich Bücher beendet, zu denen ich zwar keine vollständige Rezension schreiben will, die mir aber dennoch gut gefallen bzw. mich geärgert haben, sodass ich meinen Eindruck dazu abgeben möchte. Aus diesem Grund werde ich ab jetzt auch gelegentlich Kurzrezensionen - ich nenn sie mal "Shorties" - posten. Starten wir mit der ersten...


Meet Genie Divine, the wise-cracking London show-girl on a hell-bent mission to save her beloved family theatre.

Now meet Abel Kingdom, the australian gym mogul determined to buy it out from underneath her.

On paper they have nothing in common, and when they meet, they have even less.
The only thing they DO have is chemistry. Undeniable, rip-my-clothes-off-and-do-me-now-against-the-wall chemistry. He wants her theatre. She wants him dead. The stage is set for an explosive summer…

~*~

Die Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht - bisher ist mir noch keine Heldin, die eine Burlesque-Tänzerin ist, untergekommen und für Pärchen, die sich anfangs nicht leiden können, habe ich sowieso eine Schwäche. Soweit so gut…

Genie ist eine sympathische junge Frau mit mehreren „Gesichtern“: tagsüber das nette Mädchen von Nebenan in Jeans und T-Shirt, verwandelt sie sich abends in eine Femme Fatale, die die Besucher betört. Das Theater ihres Onkels, der sie aufgezogen hat, ist ihr Ein und Alles; ihr Zuhause. Daher ist sie auch stinksauer, als sie erfährt, dass ihr Onkel es aus Geldsorgen an Abel Kingdom verkaufen wird, der daraus ein Fitnessstudio machen will. Egal wie stark die Anziehung zwischen den beiden auch ist; sie will nicht klein beigeben, sondern Abels Pläne zunichtemachen. An sich ganz sympathisch, lässt Genie sich von Abel als „Fußabstreifer“ benutzen. Ich an ihrer Stelle hätte das niemals zugelassen und ihm überhaupt keine zweite Change gegeben.

Abel Kingdom. Noch nie ist mir ein so egoistischer, engstirniger, nahezu idiotischer Held begegnet. Weil er bei einer Mutter aufgewachsen ist, die anscheinend als Prostituierte gearbeitet und sich nie um ihn gekümmert hat, verhält er sich Genie gegenüber unmöglich. Erst will er nichts mehr mit ihr zu tun haben, als er herausfindet, was sie beruflich macht; dann kann er allerdings der Anziehung nicht mehr wiederstehen. Um sich nach ihren sexuellen Treffen (von Liebe kann gar nicht die Rede sein) besser zu fühlen, beleidigt und beschimpft er sie danach jedes Mal als „Schlampe“ und dergleichen. Meiner Meinung nach gibt ihm nichts und niemand das Recht, so mit einem anderen zu reden. Schon gar nicht mit jemanden, zu dem man sich hingezogen fühlt. Er hat Genie nicht verdient; aber da sie auch nicht besser ist und sich all das von ihm gefallen lässt, sind sie vielleicht doch ein tolles Pärchen…

Die Idee und das Setting an sich finde ich wirklich interessant, weil es mal etwas anderes ist; aufgrund der Charaktere und deren mir unverständlichen Handlungen hat „Genie“ für mich allerdings keine bessere Bewertung verdient. Es war bloß ok. Schade. 

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