Mittwoch, 8. Oktober 2014

Review | Melinda Leigh - Midnight Exposure




When two hikers disappear, their hometown in Maine blames the blinding storms. But the truth is far more sinister. Unaware of the danger, tabloid photographer Jayne Sullivan follows an anonymous tip to find the most reclusive sculptor in the art world. Instead, she finds sexy handyman Reed Kimball—and a small town full of fatal secrets.

Five years ago, Reed buried his homicide detective career along with his wife. But when a hiker is found dead, the local police chief asks Reed for help. Why was a Celtic coin found under the body? And where is the second hiker? Avoiding the media, Reed doesn’t need a murder, a missing person, or a nosey photographer. Then Jayne is attacked, and her courage is his undoing.

Reed must risk everything to protect her - and find a cunning killer.

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Jayne wird nach Maine geschickt, um für eine Zeitschrift ein Foto des mysteriösen Bildhauers R. S. Morgan zu machen. Niemand kennt die Identität des zurückgezogen lebenden Künstlers und das soll die Fotografin ändern. Auf der Suche nach dem Haus des Mannes trifft sie allerdings auf den Handwerker Reed Kimball, der mit seinem Sohn Scott außerhalb der Stadt lebt.

Jayne, die vor ein paar Jahren Opfer eines Stalkers geworden ist und davon eine Narbe im Gesicht davon getragen hat, findet auch hier in Maine keine Ruhe. Bereits am ersten Tag fühlt sie sich beobachtet und fotografiert unwissentlich einen mystisch veranlagten Killer. Denn in der Umgebung verschwanden zwei Teenager zu Halloween spurlos. Während man die enthauptete Leiche des einen fand, bleibt der zweite Junge verschwunden. Anstatt den Bildhauer zu suchen, muss sich Jayne mit den Bürgern der Stadt auseinandersetzen – Bill, der etwas zurückgebliebene Sohn der B&B-Besitzerin, fürchtet sich ohne Grund vor ihr, Nathan, der Bürgermeister, scheint ihr zugetan und Reed, auf den sie immer wieder trifft, sendet widersprüchliche Gefühle aus. Einerseits ist er abweisend und zurückhaltend, in schwachen Momenten spürt sie jedoch sein Verlangen und die gegenseitige Anziehungskraft. Auch der Killer hat sie im Visier und entführt sie. Nachdem es ihr gelingt, sich aus seiner Gefangenschaft zu befreien, setzt er alles daran, sie erneut zu fassen. Denn sie ist seine Brigid; seine Auserwählte für das Druidenritual. Reed lässt jedoch nichts unversucht, um Jayne zu beschützen.

Jayne Sullivan ist eine starke und sympathische, junge Frau. Die großgewachsene, smarte Rothaarige hat trotz allem was sie durchgemacht hat, ihr Selbstbewusstsein und ihren Mut nicht verloren. Sie hat überlebt und kann sehr gut auf sich selbst aufpassen. Dass sie jetzt zum zweiten Mal im Visier eines gefährlichen Killers steht, ist ein unglücklicher Zufall.

Reed Kimball ist zusammen mit seinem Sohn Scott nach Maine gezogen, um Frieden und Ruhe zu finden. Hier kennt niemand seinen richtigen Namen oder seine Vorgeschichte. Niemand weiß, dass er in Atlanta unter Verdacht geraten war, seine Frau getötet zu haben. Glaubt er zumindest. Seit dem Tod seiner Nochehefrau vor fünf Jahren kümmert er sich ausschließlich um Scott. Er hat kein Interesse an einer neuen Beziehung, obwohl es Interessentinnen gäbe. Das ändert sich allerdings als er auf Jayne trifft. Von der ersten Begegnung an spürt er, dass sie ihm unter die Haut gehen könnte, wenn er es zulassen würde und aus dem Grund versucht er, Abstand zu halten. Dass ihm das auf Dauer nicht gelingt, ist vorherzusehen.

Melinda Leigh präsentiert keine perfekten Charaktere – sie haben Schwächen, Makel und Ängste. Reed und Jayne besitzen dank ihrer Vergangenheit (sichtbare oder unsichtbare) Narben. Sie sind durch ihre Erfahrungen gestärkt worden, diese Gemeinsamkeit zieht sie spürbar zueinander hin. Reed möchte Jayne beschützen und sie fühlt sich bei ihm sicher.

Die Identität des Killers bleibt lange im Unklaren. Ich hatte zwar so meine üblichen Verdächtigen, doch man bekommt keinen genauen Hinweis, denn die Gedanken des Killers sind wirr und obsessiv. Es gibt nur einen einzigen Moment im Buch, dank dem ich mich schließlich auf eine Person festlegen konnte. Bei der Enthüllung des Killers kommt es dann doch ein wenig anders als angenommen, obwohl ich doch teilweise richtig lag. Das hat mich gefreut, denn so konnte ich noch einmal überrascht werden.

Midnight Exposure“ ist ein gut geschriebener, spannender Romantik-Thriller, der einen fesselt und rätseln lässt. Es gibt Kapitel aus der Sicht von Jayne, Reed und dem Bösewicht, doch auch die restlichen Nebencharaktere bleiben nicht eindimensional. Auch das kalte Setting (Maine ) wird schön beschrieben. Obwohl es zahlreiche Romantik-Thriller auf dem Markt gibt, die sich in dem einen oder anderen ähneln, freue ich mich doch jedes Mal, wenn ich wieder eine neue Autorin finde. Und Melinda Leigh wird eindeutig im Auge behalten. Gott sei Dank, gibt es noch ein paar Bücher von ihr. 

Das nächste Buch dieser Trilogie - „Midnight Sacrifice“ – dreht sich um Jaynes Bruder Danny, einem verwundeten Irak-Veteranen und scheint im selben Setting zu spielen wie „Midnight Exposure“.


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