Review | Tracy March - Should've Said No



 

A year after being laid off from the Smithsonian, Lindsey Simms says yes to a job offer as curator of a heritage museum in Thistle Bend, Colorado (population 1,519). It could be worse - and it is. Because the new museum has escalated a dispute between the Karlssons, Lindsey’s relatives, and the Crenshaws, a blood feud which goes way back to a land deal that changed the fortunes of both families. Trying to stay objective, Lindsey can’t tell anyone about her conflict of interest - especially not the ruggedly handsome handyman fixing up her cabin, who seems to be keeping secrets of his own.

Although he’s the executive director of the family trust and one of Colorado’s most eligible bachelors, Carden Crenshaw prefers getting his hands dirty in town and on his sprawling ranch. Staying busy has given him an excuse not to risk heartbreak, but getting to know the beautiful “museum lady” makes him reconsider. Little does he know, the heat between them will only add fuel to the fire - unless this unlikely couple can prove they’re lovers, not fighters.

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Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit bietet sich der Historikerin Lindsey Simms endlich eine neue Chance: Entfernte Verwandte vermitteln ihr eine Stelle als Kuratorin des Heimatmuseums in Thistle Bend, Colorado. Und so macht sie sich mit dem Umzugswagen die rund 1.700 Meilen  auf in den Westen. In der Kleinstadt angekommen, gibt es gleich zwei Überraschungen: Die Fotos, die sie von ihrem gemieteten Häuschen bekommen hat, sind mindestens zehn Jahre alt und ihre entfernten Verwandten möchten nicht, dass die Bewohner erfahren, dass Lindsey von ihnen in die Stadt geholt worden ist. Den Grund erfährt sie an ihrem ersten Arbeitstag: In der Stadt gibt es eine alte Familienfehde.  Dieser Disput zwischen ihren Verwandten, den Karlssons,  und den „Gönnern“ der Stadt, den Crenshaws, um ein Stück Land hatte die Zukunft der Familien bestimmt. Nun soll das Museum die Geschichte der Stadt aufarbeiten und die Karlsson hoffen, dass Lindsey bei Durchsicht der Unterlagen etwas findet, dass ihre Fassung der damaligen Vorkommnisse belegt. Gleichzeitig wollen die Crenshaws ihre Seite der Geschichte in der Ausstellung aufbereitet sehen. Lindsey gerät in einen Interessenskonflikt, denn seitdem sie den charismatischen Geschäftsmann und Rancher Carden Crenshaw getroffen hat, kann sie nicht aufhören, an ihn zu denken. Auch Carden steckt in Bedrängnis. Während seine Großmutter von ihm erwartet, dass er Lindsey zu ihren Gunsten beeinflusst, verliebt er sich in sie. Doch was geschieht, wenn ihre jeweiligen Schwindeleien und Motive auffliegen? Und was steckt wirklich hinter dieser Familienfehde? Sind die Karlssons im Recht? Oder doch die Crenshaws?

Lindsey Simms wagt weit entfernt von ihrer Heimatstadt einen Neuanfang: nicht nur in Sachen Beruf, sondern auch um auf andere Gedanken zu kommen. In Washington D.C. hatte sie sich mit dem begehrtesten Bachelor der Stadt eingelassen, für den Treue allerdings ein Fremdwort gewesen war. Dass sie sich kurz darauf in Carden verliebt, der in Thistle Bend und Denver denselben Titel trägt, macht sie daher nicht gerade glücklich. Dass er auch noch auf der gegnerischen Seiten der Familienfehde steht, vereinfacht die Sache nicht gerade. Sie versucht, objektiv und offen zu bleiben, während niemand weiß, dass sie mit den Karlssons verwandt ist. Lindsey ist klug, bodenständig und nett.  Ihr Charakter sticht nicht wirklich hervor, da sie eher introvertiert ist, aber gerade deshalb mochte ich sie und konnte mich mit ihr identifizieren (Historikerinnen müssen zusammenhalten! :D).

Bei Carden war ich mir anfangs nicht ganz sicher. Er ist charmant und sympathisch, allerdings hat auch er mit Problemen aus der Vergangenheit zu kämpfen. Was mir nicht so gefiel, war die Tatsache, dass er ohne groß nachzudenken, nach der Pfeife seiner Großmutter tanzt, obwohl er Gefühle für Lindsey hat.  Das ließ mich zu Beginn an seinen Motiven zweifeln, da ich mir nicht sicher war, ob er sich mit ihr traf, um sie in Bezug auf das Museum zu beeinflussen oder weil er einfach gerne mit ihr zusammen war. Doch im Laufe der Geschichte wird klar, wo seine Prioritäten liegen.

Ihre Romanze entwickelt sich schön, obwohl beide Charaktere trotz ihrer jeweiligen Problemchen, die für mich nicht wirklich tiefgreifend oder heikel waren,  ziemlich unkompliziert; vielleicht sogar etwas unscheinbar sind.

Ich mag Kleinstadtgeschichten. Nicht nur wegen des oft ländlichen Settings, sondern vor allem wegen den vielen tollen und oft schrulligen Nebencharakteren. Und das war auch in „Should’ve Said No“ nicht anders. Es tauchten bisher zwar nicht so viele auf wie es oft in anderen Geschichten der Fall ist, doch Holly und die Montgomery-Schwestern habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich freue mich daher umso mehr, dass Band 2 der Reihe – Just Say Maybe -, der im Mai erscheinen wird, Hollys Geschichte ist.

Einige Teile der Geschichte waren vorhersehbar, allerdings fand ich die Auflösung der Karlsson/Crenshaw-Fehde gut durchdacht und ausgeführt. „Should’ve Said No“ ist ein leichter, angenehmer Reihenstart, der einem ein entspanntes Lesevergnügen ohne viel Drama beschert. 



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