Review | Louise Bay - Faithful

Leah Thompson’s life in London is everything she's supposed to want: a successful career, the best girlfriends a bottle of sauvignon blanc can buy, and a wealthy boyfriend who has just proposed. But something doesn't feel right. Is it simply a case of ‘be careful what you wish for’?

Uncertain about her future, Leah looks to her past, where she finds her high school crush, Daniel Armitage, online. Daniel is one of London's most eligible bachelors. He knows what and who he wants, and he wants Leah. Leah resists Daniel’s advances as she concentrates on being the perfect fiancé.

She soon finds that she should have trusted her instincts when she realises she's been betrayed by the men and women in her life.

Leah's heart has been crushed. Will ever be able to trust again? And will Daniel be there when she is?

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Leah Thompsons Leben scheint perfekt. Sie ist gerade Junior-Partnerin in ihrer Anwaltskanzlei geworden und hat sich mit ihrem langjährigen Freund Charlie verlobt. Man würde also erwarten, dass sie Freudensprünge macht, aber dem ist nicht so. Unter dem arbeitsintensiven Alltag leidet die Beziehung und auch Charlies Verhalten irritiert Leah in letzter Zeit. Eines Abends, als sie allein zuhause ist, sucht sie daher auf LinkedIn nach ihrem ersten heimlichen Schwarm. Mit 15 war sie in Daniel Armitage verliebt, die beiden verloren sich allerdings aus den Augen. Tatsächlich macht sie ihn ausfindig und es entwickelt sich ein reger aufreizender  E-Mail-Austausch. Gefühle kommen ins Spiel, die Leah aber aus Rücksicht auf Charlie nicht zulässt. Als jedoch ans Licht kommt, dass auch ihr Verlobter nicht ganz die Wahrheit sagt, ist es Daniel, der sie auffängt.

Die erste Hälfte des Buches - ihr Wiedersehen im Internet, die ersten Treffen - war ein interessanter Anfang. Daniel wird als erfolgreicher Geschäftsmann beschrieben, der weiß, was er will. Daher fand ich seine weitere Charakterentwicklung in der zweiten Hälfte des Buches vollkommen überzogen. Erstens finde ich es von diesen erfolgreichen, dominanten Hauptcharakteren immer wieder anmaßend, sich ins das Leben anderer einzumischen. Daniel etwa sieht einfach darüber hinweg, dass Leah in einer Beziehung ist. Er geht davon aus, dass sie diese für ihn aufgeben muss und wird. Da bekomm ich echt die Krise. Und keine der emanzipierten Heldinnen scheint es zu schaffen, solchen Typen die Stirn zu bieten. Schade :D Zweitens hat er es mit seinem Ego bestimmt nicht notwendig, übermäßig eifersüchtig zu sein. Gut, ein bisschen Eifersucht schadet nie, aber wenn nicht einmal der schwule Assistent Leah ansehen darf, ohne dass er die Krise bekommt, ist das doch übertrieben. Ihr dann heimlich Security hinterherzuschicken, die aufpasst, was sie so tut, während er in New York ist, geht gar nicht.

Auch Leah entwickelt sich nicht zum Besseren. Erscheint sie anfangs als selbstbewusste Anwältin, macht der Vertrauensbruch ihres Verlobten eine vorsichtige, unsichere Frau aus ihr. Dass der Schmerz über das Ende ihrer Beziehung und sein Verrat sie nicht kalt lassen, ist verständlich, immerhin waren sie sechs Jahre lang ein Paar. Trotzdem hat sie sich selbst emotional schon viel früher von Charlie gelöst.

Toll fand ich, dass Leahs beste Freundin Anna, die die Hauptrolle in A Week in New York spielt,  hier zum ersten Mal auftritt. Von daher wäre es ganz schön gewesen, wenn man vorher die Reihenfolge kennen würde, in der die Bücher gelesen werden sollten. Die richtige wäre also: „Faithful“, Hopeful und dann erst anschließend Louise Bays neue „The Empire State Trilogy“.

Abgesehen davon, dass mir die Charaktere und ihr Handeln in dieser Geschichte nicht unbedingt sympathisch sind, ist der Schreibstil der Autorin wie immer angenehm zu lesen und ich bleibe ihr auf jeden Fall treu.  

1 Kommentar

  1. Hey dein Blog ist total schön, würde mich freuen wenn du auch mal bei mir vorbei schaust :) Bin gleich neue Leserin geworden ♥ Lg

    http://lenacherie1.blogspot.de/

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