Samstag, 7. März 2015

Review | Meghan March - Beneath this Ink




I’ve always known she was too good for me, but that never stopped me from wanting her. And then I finally had her for one night. A night I don’t remember. I figured I’d blown my shot. But now she’s walked back into my life, and this time, I have the upper hand. I want my second chance. Will she be able to see the man beneath this ink?

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Schon während der Schulzeit war Constantine „Con“ Leahy der Meinung,  Vanessa Frost sei zu gut für ihn. Während er nur durch Adoption bzw. später aufgrund des Testaments seiner gewaltsamen verstorbenen Zieheltern zu Geld gekommen war, wurde sie in diese Welt geboren. So beobachtete er sie bloß aus der Ferne, bis zu jener Nacht vor zwei Jahren, die alles veränderte. Con dachte, er hätte seine Chance vertan. Denn damals war er zu betrunken, um sich an den One Night Stand mit Vanessa zu erinnern und sie am nächsten Morgen verschwunden. Doch jetzt taucht sie plötzlich in seinem Tattoostudio, um einen Geschäftsdeal vorzuschlagen. Con sieht darin eine letzte Möglichkeit zu bekommen, was er will: eine zweite Chance.

Con kennt man schon als Bad Boy und Charlies On/Off-Liebhaber aus dem 1. Teil der Reihe  „Beneath this Mask“, allerdings wusste ich damals noch nicht, was eigentlich in ihm steckt. Der ehemalige Marine besitzt neben dem Tattoostudio noch einen Stripclub und ein Pfandhaus, um durch dieses Klientel Informationen über den Mörder seiner Adoptiveltern zu bekommen. Seit ihrem Tod wird er von dem Wunsch getrieben, die beiden zu rächen. Außerdem leitet er noch ein Boxcenter, womit er jungen Männern ohne Perspektive einen Ort zum Trainieren gibt. Dort wird ihnen Aufmerksamkeit entgegengebracht, sie werden mit Essen versorgt und haben die Chance auf Stipendien und somit eine Ausbildung. Man bekommt also einen schönen Einblick, auf Cons unterschiedliche Facetten und wie er zu dem Mann wurde, der er heute ist - ein Alpha, geradeheraus, sexy, dreist, aber auch mit versteckten Seiten und Schichten. Als Held ist er zwar unzivilisierter und kantiger als Simon, der Held aus dem ersten Teil, aber deshalb nicht weniger interessant und attraktiv.

Vanessa ist die „Prinzessin“ der High Society New Orleans‘. Ihre Familie mütterlicherseits führt eine Stiftung, die sich dem Bau von Wohnungen und Räumen für Non Profit-Organisationen widmet. Und genau dafür benötigt Vanessa auch Cons Hilfe. Durch einen Fehler wurde das Grundstück falsch bemessen und da das Nachbargrundstück Con gehört, braucht sie seine Unterschrift um eine Umwidmung vorzunehmen. Dies ist für sie sehr wichtig, denn der Geschäftsführer der Stiftung, ihr Großonkel Archer, geht bald in Pension und sie steht auf der Liste der potentiellen Nachfolger. Sie tut was man ihr sagt, befolgt die Regeln, stellt alle anderen zufrieden und steckt dafür ihr eigenes Glück zurück. Anfangs habe ich befürchtet, sie ist eines dieser versnobten It-Girls, doch hinter ihrer properen Geschäftsfrauenfassade versteckt Vanessa ein verletztes, nicht perfektes Ich mit Ängsten und Makeln.

Con und Vanessa passen hervorragend zusammen. Wenn sich die beiden in einem Raum befinden, sprühen nur so die Funken, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. In Bezug auf Vanessa lässt sich Con allerdings anfangs sehr von Vorurteilen beeinflussen. So stellt er einige Behauptungen aufgrund ihrer Herkunft auf,  doch eine wohlhabende Familie aber auch vergangene Umstände müssen einen nicht gleich definieren; jeder entscheidet selbst, wer er ist bzw. sein möchte.  Beide sind sich unsicher, ob sie für den jeweils anderen gut genug sind. Doch wie immer ist es das Miteinanderreden, das hilft, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und eine Beziehung zu ermöglichen. 

Die Geschichte selbst handelt vorwiegend vom Überwinden ihrer sozialen Unterschiede und Vorurteile, allerdings wird auch das Rätsel um die Ermordung von Cons Adoptiveltern gelöst. Die Aufklärung finde ich persönlich etwas zu konstruiert und bringt so noch mehr Drama, aber es gibt nun mal so geldgeile Personen, denen Menschenleben nichts wert sind. 


Doch nicht nur Con, sondern auch Lucas Titan, ein Mitglied des Vorstandes, macht Vanessa das Leben schwer. Fand ich Lucas anfangs noch aufgrund seiner Darstellung unsympathisch und berechnend, wandelt sich sein Bild gegen Ende der Geschichte. Er hat wohl doch ein Herz und ich hoffe, dass als nächstes seine Geschichte folgen wird.

Das Buch spielt zeitlich parallel zu „Beneath this Mask“, was mir allerdings erst aufgrund einer bestimmten Szene gegen Ende hin aufgefallen ist. Das ist schade, denn ich hätte mir dann mehr Überschneidungen gewünscht. Vor allem Charlie, die ja Cons beste Freundin ist, hätte dadurch ruhig öfter in Erscheinung treten können, denn ich mag sie wirklich sehr.

Mit „Beneath this Ink“ ist Meghan March ein toller zweiter Band gelungen. Es war unterhaltsam mitzuerleben, wie Con und Vanessa die sozialen Unterschiede überwinden; die Meinung anderer ignorieren und endlich zueinander finden.


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