Montag, 4. Januar 2016

Review | L. Duarte - A Taste of Utopia

 
Seth Phoenix knows how it feels to have lost it all. Which is why he worked so hard to gain it all back. As one of the best male escort in the country, he has it all—money, looks, and the greatest job description: to pleasure women. He wants for nothing in life. Until one day, completely captivated by a beauty and innocence he had never seen before, he marries one of his clients.

Charlotte “Lottie” Cahan is a student at the prestigious Yale. As a self-professed geek, she wears thick glasses and her nose is always buried in a book. But on her 21st birthday, her best friend convinces her to go to Vegas for a night of fun. Despite her insecurities and unworldly innocence, at a whim, she marries a man she just met. What she doesn’t know is that this man was hired to give her 21 orgasms on her 21 birthday.

This steamy relationship seems to be destined for forever. But the world is a smaller place than they both believed and secrets, long forgotten and abandoned, will resurface to haunt them. Can they survive? Or is this fated to be just a taste of utopia?

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„Love has to be unconditional or it’s not love at all“
 
Lottie Cahan ist ein Nerd wie er im Buche steht. Ganz aufs Studium konzentriert, hatte sie bisher wenig Zeit für ihr Sozialleben. Zu ihrem einundzwanzigsten Geburtstag lässt sich ihre beste Freundin Chloe daher etwas ganz Besonderes einfallen: ein Trip nach Las Vegas, wo sie zusammen Spaß haben und die Sau rauslassen können. Dabei lernt sie Seth kennen, der sie sofort in seinen Bann zieht. Noch in derselben Nacht – betrunken und voneinander angezogen – heiraten die beiden. Was Lottie allerdings nicht weiß: Seth ist ein männlicher Escort und wurde von Chloe engagiert, um Lottie zu verführen. Und die Welt ist oft ein viel zu kleiner Ort…

 „And love that is complete and unconditional never dies or withers. It just lives on in the chambers of our hearts.“

Seth. Ihn mit dem Jungen in Einklang zu bringen, denn ich in „Fall Out Girl“ kennengelernt habe, war gar nicht so leicht. Er ist erwachsen geworden. Die Vergangenheit hat ihn geprägt und verändert; er hat sich eine Karriere aufgebaut. Die Nacht mit Lottie hat ihn bisher unerwartete Gefühle entdecken lassen und die daraus resultierenden Schwierigkeiten, die sich aus seinem lukrativen „Beruf“ ergeben, sind natürlich zu erwarten.

Lottie ist zwar etwas schüchtern, aber wirklich nett. Sie ist eine folgsame Tochter, eine sehr gute Yale-Studentin und seit ihrer ersten Begegnung mehr als nur fasziniert von Seth. Die unschuldige Aura, die sie ausstrahlt; ihre Einstellung zur Ehe scheint in der heutigen Welt vielleicht altmodisch, doch es ist irgendwie auch erfrischend. Ich wäre anfangs nie darauf gekommen, aus welcher Familie sie stammt. Der Klappentext deutet zwar etwas an, trotzdem war mir die Verbindung bis dahin nicht bewusst. Eine interessante Wendung.  

„A Taste of Utopia“ ist anders als L. Duartes bisherigen Bücher, aber deshalb nicht schlechter. Im Großen und Ganzen ist sie sehr sexy und von der Thematik her „leichter“ als „Fall Out Girl“ oder „To catch a falling star“. Seths und Lotties Hochzeit kam mir etwas überstürzt; seine Motivation dahinter zu egoistisch vor, aber das ist immerhin Vegas, Baby (und natürlich war auch eine Menge Alkohol im Spiel). 

Die vielen Sexszenen haben allerdings verhindert, dass das sprachliche Potenzial der Autorin; ihre poetische Sprache voll ausgeschöpft werden konnte. Das war das einzige, was mir gefehlt hat: Momente, wie Luna sie hatte, in denen sie ihre Situation bzw. ihre Entscheidungen selbst reflektieren konnte. Schön fand ich hingegen die Tatsache, dass Luna wieder auftaucht und auch dass Seth seine Vergangenheit, die ihn stets begleitet hat, aufarbeiten kann. Auch Lottie hat einen Wandel vollzogen: sie ist selbstbewusster und stärker geworden. Für beide Protagonisten ist es also eine Reise, die sie letzten Endes zu sich selbst geführt; die ihnen gezeigt hat, was Liebe ist und was sie bewirken kann. Eine leichte und sexy Unterhaltung für Zwischendurch.

 Vielen lieben Dank an L. Duarte für die Bereitstellung des Leseexemplars!







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