Dienstag, 24. Juni 2014

Review | Lisa Gibbs - Tödliche Vision


Was wäre, wenn du sehen könntest, was geschehen wird?
Was wäre, wenn du es trotzdem nicht verhindern könntest?
Was wäre, wenn du diesen einen Moment, nach dem sich deine Seele verzehrt, niemals erleben darfst, weil die Zukunft sonst unaufhaltsam ihren grausamen Lauf nimmt?

Sie nennen ihn den Gestaltwandler der SGU, der Special Gifted Unit, einer verdeckt operierenden Spezialeinheit. Lukas Maska ist ein genialer Imitator und wichtiges Mitglied des Teams. Doch niemand ahnt, wer sich wirklich hinter dem charmanten und humorvollen Äußeren verbirgt. Und niemand ahnt, dass er seine Kollegin Jules Pelting schon eine Weile insgeheim mehr als bewundert.

Jules kämpft mit dem Team gegen Lester Grey, einem skrupellosen Wissenschaftler, der nicht nur an ihr bereits im Kindesalter herumexperimentiert hat. Wie jedes Mitglied der SGU verfügt sie über spezielle, paranormale Fähigkeiten. Doch während Jules' übernatürliche Schnelligkeit eine nützliche Gabe ist, wird ihre Hellsichtigkeit immer mehr zum Fluch.

Am Ende stellt sich die Frage: Werden Jules' Visionen ihre Liebe vernichten, oder gibt es einen Weg, eine neue Zukunft zu erschaffen?

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Jules und Lukas sind Kollegen bei der SGU – der Special Gifted Unit. Sie sind Freunde. Doch zwischen ihnen ist mehr. Die emotionale Spannung und sexuelle Anziehung fällt einem bereits im ersten Band auf.

Jules ist tough. Sie liebt Messer, ist hellsichtig und übernatürlich schnell. Doch seit sie in ihren Träumen eine ganz bestimmte Vision immer und immer wieder erlebt, hält sie sich von Lukas fern. Baut eine Mauer um sich auf und zieht sich zurück, weil sie echte Gefühle für ihn hat. Sie will ihn nicht verletzen oder gefährden und tut nach außen hin so, als wäre nichts zwischen ihnen. Nur hin und wieder blitzen Gefühle hindurch, denen sie nachgibt.
Lukas ist ein Genie der Verkleidung und Imitation. Jules ist die einzige, die er nicht hundertprozentig lesen kann und das macht sie umso interessanter für ihn. Gerade deshalb fordert er sie immer wieder heraus.

Ihr Umeinanderherumschleichen finde ich toll. Dieses „Sollen wir oder nicht…“ ist viel spannender als wenn es diese Liebe auf den allerersten Blick ist und die beiden sich - überspitzt formuliert - schon Sekunden nach dem ersten Treffen um den Hals fallen und ewige Liebe schwören. Lisa Gibbs hat hierbei meiner Meinung nach eine passende Länge gefunden - es wird nicht langweilig, ihnen bei diesem „Paarungstanz“ zuzusehen und letztlich geben sie ihren Gefühlen auch nach. Beide sind starke Charaktere, die es zwar gewohnt sind, im Team zu arbeiten, nicht aber sich auf jemanden zu verlassen. Wie alle Mitglieder der SGU hatten sie eine schwere Zeit in Greys Versuchslabor und schweigen über das, was ihnen dort wiederfahren ist. Erst ist es Jules Vision, dann eine Hiobsbotschaft, die den zwei Verliebten zu schaffen macht. Es ist spannend mitzuverfolgen, wie diesen Hürden entgegengetreten bzw. sie erfolgreich gemeistert werden.

Lisa Gibbs hat einen gelungenen zweiten Band und mit SGU eine interessante Fantasy-Reihe geschaffen, der ich auf jeden Fall treu bleiben werde. Kommen als nächstes bitte Zoe und Emmet dran? Die beiden bringen sich sonst noch um. ;)

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