Mittwoch, 28. Januar 2015

Review | Victoria Purman - Nobody But Him


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At the age of eighteen, Julia Jones left her hometown -  the small beachside town of Middle Point -  with a head full of grand plans. Plans for an exciting life in a town that didn’t involve a main street with one pub or a particular boy named Ryan Blackburn.

But after fifteen years and a lifetime later, Julia’s forced to put her career and big-city life on hold when she returns home to finalise her mother’s estate. Which is exactly where she runs smack-bang into the town’s hero, Ry. As in Ryan Blackburn.

The sensible thing to do? Stay the hell away from him and head back to Melbourne as fast as her stilettos can carry her! But instead, Julia finds his offer of a helping hand and a hot body too delicious to refuse.

Soon, Julia’s ignoring her better judgement and diving into an ‘I’ll think about it tomorrow’ fling with Ry. But what she doesn’t realise is that tomorrow has a way of sneaking up on you...and that saying goodbye to her home town - and to Ry - is so much harder the second time around.


~*~


Middle Point ist eine dieser Küstenkleinstädte, in die die wohlhabenden Städter kommen, um den Sommer am Strand zu genießen und aus denen die Jugendlichen abwandern, um ihr Glück in der Großstadt zu versuchen. Auch Julia Jones ist eine von ihnen. Mit 18, kurz nach dem Unfalltod ihres Vaters,  kehrt sie ihrer Heimatstadt den Rücken, um in Melbourne zu studieren und um insgeheim nicht so wie ihre Mutter zu enden. Mit ihrer Abreise bricht sie allerdings das Herz von Ryan „Ry“ Blackburn, einem Touristen aus Adelaide, mit dem sie mehr als nur eine Sommerliebe verbindet.

15 Jahre später kehrt Julia zum ersten Mal nach Middle Point zurück, um das Haus ihrer nun verstorbenen Mutter für den Verkauf vorzubereiten und somit alle Verbindungen zu ihrer Heimatstadt zu kappen. Doch das ist leichter gesagt als getan: überall gibt es Erinnerungen an ihre Mutter und ihre Kindheit; sie trifft ihre beste Freundin Lizzie wieder, die im Middle Point Pub arbeitet sowie Ry, der nun ein erfolgreicher Unternehmer ist und mittlerweile ein Haus in der Kleinstadt besitzt. Die Anziehung zwischen ihnen besteht auch nach 15 Jahren noch, doch Ry ist immer noch wütend über ihre Flucht. Trotz der Abmachung, sich aus dem Weg zu gehen, treffen die beiden immer wieder aufeinander. Doch auch diesmal kann und will Julia nicht bleiben und so scheint ein erneutes Aufleben ihrer Affäre eine wirklich schlechte Idee. Doch wer konnte sich jemals gegen die Liebe wehren? 

Julia Jones hat die Stadt damals verlassen, weil sie wahrgenommen werden wollte. Hier in Middle Point, das im Sommer von den Städtern überrannt wurde, fühlte sie sich stets von den Urlaubern belächelt bzw. von oben herab behandelt. Um selbst etwas zu erreichen, geht sie daher an die Uni nach Melbourne. Doch so wie sie es sich vorgestellt hat, ist die erste Zeit dort nicht, denn anstelle von Spaß und vielen Freunden, arbeitete sie hart für ihren Erfolg. Jetzt hat sie allerdings einen tollen, wichtigen Beruf und sich ein schönes Leben in der Stadt aufgebaut. Sie hat daher nicht das geringste Bedürfnis, in ihre Heimatstadt zurückzukehren. Als sie wieder dort ist, muss sie sich allerdings eingestehen, dass nicht alle Erinnerungen schlecht sind und dass sie genau zu der Person geworden ist, die sie früher verabscheut hat. Julia muss darüber nachdenken, was sie wirklich will und ob dieses Leben nicht auch Ry inkludiert. Ich mochte Julia sehr gerne, vor allem weil sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und sich nicht davor scheut, ihre Fehler und Vorurteile einzugestehen, auch wenn es manchmal nicht einfach ist. Sie ist ein sympathischer und liebenswerter Charakter. 

Dasselbe gilt für Ry. Mit seinen 20 Jahren hat er Julia wirklich geliebt und war am Boden zerstört aber auch wütend darüber, dass sie ihn, ohne einen weiteren Blick zurück, verlassen hat. Daher fand ich ihr erstes überraschendes Aufeinandertreffen im Pub sehr unterhaltsam und konnte auch seine intuitive Reaktion nachvollziehen. Beide sind stur und voller Vorurteile. Allerdings ändert sich Rys Verhalten sofort, als er den wahren Grund für Julias Rückkehr erfährt. Auch diese Entwicklung fand ich sehr schön, denn sie zeigt, dass  er - trotz allem, was in ihrer gemeinsamen Vergangenheit passiert ist – noch immer für sie da ist. Schnell wird beiden klar, dass die alten Gefühle und Missverständnisse noch existieren. Doch ihre beiden besten Freunde Dan und Lizzie machen den beiden subtil klar, dass sie für einander bestimmt sind. Und das sind sie meiner Meinung nach auch, denn die Anziehung zwischen den beiden kann man nicht leugnen. 

Das Setting fand ich ebenfalls wunderschön: Eine Kleinstadt direkt am Meer. Sandstrand soweit das Auge reicht. Idyllisch. Doch die Autorin bringt auch die städtischen Probleme wie etwa diesen Kreislauf aus mangelnder Wirtschaft im Winter und den Zustrom der Touristen im Sommer, der die Wirtschaft wieder ankurbelt, sehr gut ein.


Teil 1 der „Boys of Summer“-Trilogie - „Nobody but Him“ - ist gleichzeitig auch Victoria Purmans Debütroman. Ebenso wie Tracey Alvarez schafft sie es, trotz der für Romanzen typischen Missverständnisse eine realitätsnahe, schöne Contemporary Romance zu schreiben, die für mich nie kitschig gewesen ist. Ich bin auf jeden Fall ein großer Fan von australischen Autorinnen geworden. Alles in allem ist „Nobody but Him“ eine leichte, angenehme Sommer-Romanze, die ich jedem gerne weiterempfehle. Ich habe mittlerweile mit Teil 2 – „Someone like You“ begonnen, der sich um Dan und Lizzie dreht. 
Und ich habe noch einen Song gefunden, der zwar aus dem Soundtrack zu „The Best of Me“ stammt, aber auch zu „Nobody but Him“ perfekt passt:





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