Review | Bianca Iosivoni - Vergessen





Gejagt und auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, trifft Valerie auf den undurchschaubaren wie anziehenden FBI-Agenten Adam Blackbourne. Adam behauptet, dass sie sich schon einmal begegnet sind – und Val ihn angeschossen hat, doch ihr fehlen jegliche Erinnerungen. Als sie einen ihrer Verfolger ohne zu zögern tötet, wird Val klar, dass ihr keine Zeit bleibt und sie sich erinnern muss. Denn jetzt ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch das von Adam.

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Val irrt durch einen Wald, verfolgt von Männern, die sie nicht kennt und ohne zu wissen, wo und wer sie ist. Rasch wird klar, dass sie niemanden vertrauen kann, auch nicht dem attraktiven FBI-Agenten Adam, der sie in einem Diner wiedererkennt und mit Wut auf sie reagiert. Langsam fügen sich Erinnerungsfetzen und Adams widerwillig gegebene Informationen zu einem Bild zusammen: War Val wirklich eine Mörderin? Eine Soldatin, die erst ihrem Land gedient und dann die Seiten gewechselt hat? Hatte sie Adam, ihren damaligen Geliebten, wirklich in eine Falle gelockt? Sie will es nicht glauben, doch woher hat sonst sie ihre Selbstverteidigungs- und Waffenwissen. Während Adam und Val versuchen, hinter ihre wirkliche Identität zu kommen, bleiben ihre Verfolger ihnen dicht auf den Fersen.

Die Charaktere fand ich sympathisch. Val ist undurchschaubar, denn da sie selbst nichts über sich weiß, erfährt auch der Leser nichts über ihre Vergangenheit. Erst nach und nach gelangen Einzelheiten an die Oberfläche, die doch kein ganzes Bild ergeben. So bleibt Valerie weiterhin geheimnisvoll, da auch am Ende für mich noch nicht klar war, wer sie eigentlich ist.

Adams Gefühlskonflikt; seine Zerrissenheit war ebenfalls schön dargestellt. Einerseits sah er Val als Verräterin und Mörderin und hätte sie festnehmen müssen, andererseits fühlte er sich trotz allem was sie ihm angetan hatte, noch immer stark zu ihr hingezogen. Die persönlichen und intimen Momente zwischen den beiden waren wohldosiert und ergänzt durch die vielen Actionelemente blieb die Geschichte bis zum Schluss interessant.

Die letztliche Auflösung (Wodurch genau hat sie ihr Gedächtnis verloren? Welche Rolle spielte sie in dem Ganzen?) ging mir ein bisschen zu schnell und glatt. Ich hätte gerne mehr über die Hintergründe, die feindliche Organisation und ihre Pläne, aber auch über die Hunters-Einheit erfahren. So wurde alles relativ rasch geklärt, ohne dass ich genauere Einzelheiten erfuhr.

Am Ende gibt für Val und Adam einiges aufzuarbeiten, daher ist der Ausgang für ihre momentane Situation passend. Ich hoffe aber, dass beide auch in den Nachfolgebänden noch Auftritte haben, um vielleicht noch mehr über sie zu erfahren.

Bianca Iosivonis Schreibstil ist rasant und fesselnd, sodass ich das Buch (leider :D) in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich freue mich wirklich schon darauf, mehr von den HUNTERS zu lesen. Kommt Logan bitte als nächstes dran? Toller Romantik-Thrill-Auftakt aus Deutschland.

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