Review | Mira Lyn Kelly - Truth or Dare


After her one attempt at commitment ends with the discovery that her fiancé already has a wife and kid, Maggie Lawson vows that the only people she’ll love ’til death do they part will be her friends. Unfortunately that means Maggie letting her bestie rope her into a year-long dating dare: score a new date each month or pay a penalty. Seems doable—until Maggie’s date stands her up, leaving only one option: the sexy stud who just moved in upstairs. The problem? He and Maggie can’t stop fighting - and that’s just the beginning.

His name is Tyler Daniels and the last thing he needs is his neighbor distracting him with her girl-next-door smile and sharp tongue. Tyler’s in Chicago for one reason: to woo back his selfish ex in order to reclaim the child he once thought was his—and that means keeping Maggie out of his bed. A tall order, since Maggie has become a bigger temptation than he ever expected to face. But before they can even consider leaving the past behind, Maggie and Tyler must accept a brand-new dare: real, forever love.
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Maggie lebt mit ihren engsten Freunden Ava, Sam und Ford Tür an Tür in demselben Appartementkomplex. Ihr Leben ist nach einem Liebesdesaster vor drei Jahren komfortabel und schön. Bis jemand in Appartement Drei einzieht und Ava ihr eine Wette vorschlägt: Die beiden Frauen müssen jedes Monat ein Date haben und dabei auch offen für eine langfristige Beziehung sein. Maggie geht darauf ein und merkt dabei, dass sie es vermisst, in einer Partnerschaft zu leben. Einen geeigneten Mann dafür scheint sie auch bereits gefunden zu haben, was sie allerdings erst später bemerkt. Denn bereits das erste Treffen mit ihrem neuen Nachbarn Tyler leitet einen verbalen Schlagabtausch ein. Doch aus spöttischen Sticheleien entsteht Freundschaft und aus Freunden mit Vorzügen könnte mehr werden, hätte Tyler nicht einen guten Grund, weshalb er einer langfristigen Beziehung aus dem Weg geht.

Maggie ist eine Frau, die weiß, was sie will. Nachdem sie vor drei Jahren auf einen verheirateten Mann reingefallen ist, ist sie in Bezug auf Männer jedoch vorsichtig. Es ist leicht, sie zu mögen, denn Maggie ist eine tolle Freundin, frech und witzig. Ihr Charakter entwickelt sich im Lauf der Geschichte weiter, sie versteht Tylers Motive, unterstützt ihn und trifft daher auch Entscheidungen, die ihr wehtun.

Tyler ist selbstlos, denn um für das Kind, das nicht sein eigenes ist, sorgen zu können, würde er sogar seine egoistische, flatterhafte Exfreundin zurücknehmen. Bis diese ihre aktuelle Beziehung beendet hat und wieder um Unterstützung bettelnd vor seiner Tür steht, bleibt er daher bei One Night Stands. Eine feste Beziehung meidet er, um keiner Frau falsche Hoffnungen zu machen. Als er Maggie kennenlernt, werden seine Pläne über den Haufen geworfen, denn er kann ihr, obwohl sie anfangs mehr streiten als normal miteinander reden, nur schwer wiederstehen.
Obwohl er seine eigenen Motive dafür hat, fand ich es nett, dass er Maggie mehr als einmal aus der Patsche hilft und als Ersatzdate einspringt, damit sie die Wette mit Ava nicht verliert. Außerdem ist er ihr gegenüber ehrlich und sagt ihr die Wahrheit, bevor die beiden im Bett landen. Einerseits ist seine Haltung zu beneiden - nicht jeder Mann würde dermaßen an einem Kind hängen, das nicht das eigene ist -, andererseits verbaut er sich nur aufgrund seiner Hoffnung, dass seine Ex irgendwann wieder zurückkommt, weil sie weiß, dass er sie unterstützt, die Möglichkeit auf eine Zukunft mit einer eigenen Familie. Äußerst schwierige Situation. Gina, seine Exfreundin, hätte ich hingegen am liebsten gewürgt. Durch ihre Unselbstständigkeit und Dummheit verletzt sie die drei wichtigsten Männer in ihrem Leben. Man sollte ihr das Sorgerecht entziehen.

Ihr Kennenlernen sowie die Szenen, in denen sich Maggie und Tyler Frechheiten an den Kopf werfen, sind grandios und sexy. Oft genügt bloß ein Blick oder die Bemerkung eines Freundes, um ihre Streitereien auszulösen. Ich liebe es, wenn zwei gegensätzliche, starrköpfiges Charaktere sich anfangs nicht leiden können, nur um dann einsehen zu müssen, dass sie perfekt zusammenpassen. Auch aus diesen beiden werden langsam Freunde und aus Freunden schließlich auch mehr. Diese Entwicklung war schön mitanzusehen, da sie wirklich gut zusammenpassen.

Ava, Sam und Ford sind lustige und liebenswerte Freunde, haben mich aber noch nicht so interessiert wie Tyler und Maggie.

Truth or Dare“ ist ein wirklich schöner Reihenauftakt, der einen zum Lachen und zum Mitfühlen bringt. Während die Geschichte für mich anfangs ein wenig langsam ist, gewinnt sie im Laufe aber an Schwung und Gefühl. Ich freu mich schon auf Avas und Sams Geschichte „Touch & Go“, die im Jänner erscheint.

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