Review | Tracey Alvarez - In Too Deep




To save her brother from financial ruin, Piper Harland must do the one thing she swore she'd never do—return to the tiny island hometown where Ryan "West" Westlake crushed her heart. Piper is tough, resilient and a little wild—much like the remote and beautiful Stewart Island where she grew up. As a cop who's part of the elite New Zealand Police National Dive Squad, bringing the dead back to their families still doesn't stop the guilt she feels over her father's drowning death. Now nine years later she's obligated to return to a hostile community as the outsider, and forced to work with the man who was once her best friend and first lover.

West is an Island man, through and through. As owner of the local pub, he lives and breathes the local community, and sure as hell can't imagine living anywhere else. But most of all he refuses to ever fall for a woman like his flighty mother. He lost Piper once to give her the chance to fulfil her dreams of becoming a cop. But now she's back for an unexpected six week visit to help her brother—his best mate. Maybe West wants her a little bit, maybe he can't resist the temptation to tease and touch her, but can he fall in love with such a flight risk? Saying goodbye for the second time might just destroy them both.

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Vor neun Jahren verließ Piper ihre Heimat Stewart Island, um zu vergessen und Polizistin zu werden. Jetzt ist sie als einzige Frau Teil des New Zealand Police Dive Squads, obwohl ihr bei jedem Tauchgang der Tod ihres Vaters wieder vor Augen steht.

Neun Jahre lang hat sie den Kontakt zu ihrer Familie fast vollständig vermieden, doch als ihre Schwester Shaye sie jetzt um Hilfe bittet, tut sie das, was sie nie tun wollte - Piper kehrt nachhause zurück. Der Empfang auf der Insel ist kühl. Ihr Bruder Ben will ihre Unterstützung nicht und West, sein bester Freund, erinnert sie ständig an das, was sie einmal hatten, bevor er sie nach ihrem Abschlussball abservierte. Dank der Hauptsaison und ihrer Mutter, der niemand etwas abschlagen kann, muss sie sich für die Dauer ihres Aufenthaltes auch noch ein Haus mit den beiden teilen. Früher waren Ben, West und Piper unzertrennliche, beste Freunde gewesen, jetzt ist alles anders. Nur die Anziehung zwischen ihr und West ist noch immer dieselbe, obwohl sie anfangs fast schon feindselig sind. In den sechs Wochen, die Piper wieder auf der Insel ist, kommen jedoch unterdrückte Gefühle und verdrängte Wahrheiten ans Licht.

Alle Charaktere in „In Too Deep“ sind wunderbar ausgearbeitet und facettenreich. Nicht nur West, Piper und ihre Familien, sondern auch die anderen Stadtbewohner wachsen einem mehr oder weniger ans Herz: von der schrulligen Siebzigjährigen, die ihre Hände nicht bei sich behalten kann, wenn West in der Nähe ist, bis zum aufdringlichen, stänkernden Idioten. Gerade deshalb mag ich solche Kleinstadtgeschichten, weil einem da immer so viel verschiedene Charaktere geboten werden. 

Piper ist eine taffe, widerspenstige, junge Frau, die sich die Schuld am Tod ihres Vaters gibt, weil sie meint, an jenem Tag vor lauter Liebeskummer nicht richtig aufgepasst zu haben. Dass noch viel mehr dahinter steckt, erschließt sich ihr und dem Leser erst im Laufe der Geschichte. West ist ebenfalls toll. Nach außen hin sexy, charmant und offen, hat ihn Pipers Weggang vor neun Jahren tiefer verletzt als er es jemals zugegeben hätte. Vor allem, da er einer der Auslöser dafür gewesen ist bzw. sie nicht daran gehindert hat, zu gehen. Jetzt ist sie wieder hier und er gibt sich zu Beginn kühl und gleichgültig. Dass er immer noch Gefühle für sie hat, würde er nie im Leben zu geben. Anfangs zumindest. Ich mochte beide wirklich sehr gerne, denn ihre gemeinsame Vergangenheit, die langsame Wiederannäherung sowie ihre jeweiligen Ängste und Vorurteile und nicht zu vergessen, die Chemie zwischen ihnen sind glaubwürdig, mit teilweise auch herzzerreißenden Szenen dargestellt.  

Die ganze Geschichte ist mir trotz ihrer Länge von 511 Seiten nie langweilig geworden, sondern hat mich stets gut unterhalten und neugierig auf das, was noch kommt, gemacht. Tracey Alvarez spielt dabei mit einer ganzen Bandbreite an Emotionen und Inhalten. Es war auch schön, mal ein anderes Setting als die USA zu haben und ich habe vorher noch nie ein Buch gelesen, das in Neuseeland spielt.

Mit ihrem Debüt braucht sich Tracey Alvarez auf keinen Fall hinter ihren amerikanischen Kolleginnen verstecken. „In Too Deep“ ist empfehlenswert für jeden, der sexy Contemporary Romance liebt, wobei die Erotik hier eher im Hintergrund steht und es mehr um familiäre und freundschaftliche Beziehungen sowie eine zweite Chance für die erste Liebe geht.  

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