Montag, 22. September 2014

Review | Jill Sorenson - Freefall




Park ranger Hope Banning's plans for a little R & R are put on hold when a plane crashes at the top of a remote mountain. Hope will have to climb the summit and assess the situation. And the only climbing partner available is Sam Rutherford - the enigmatic man she spent a night with six months ago.

Ever since Sam lost his girlfriend in a falling accident, he insists on climbing solo. But Hope and any potential survivors need his help. As Sam and Hope set out on an emergency search-and-rescue mission, he realizes the sparks still sizzle between them. And when they learn a killer is among the survivors, they must place their trust in each other for a chance at happiness.

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Sam Rutherford lernen wir bereits in „Aftershock“ kennen, wobei er dort nicht wirklich viel zu sagen hat - er liegt nach dem Erdbeben im Koma. In „Freefall“ ist der Bergsteiger und frühere Olympionike zwar wieder genesen, jedoch leidet er an teilweiser Amnesie. Diese ist auch der Grund, weshalb er Hope nach ihrem One Night Stand vor einem halben Jahr einfach vor die Tür gesetzt hat. Jetzt treffen die beiden wieder aufeinander und müssen gezwungenermaßen zusammenarbeiten, denn Sam hat einen Flugzeugabsturz in den Bergen beobachtet und muss Hope, der Park Rangerin die genaue Stelle zeigen. Dabei wird ziemlich rasch klar, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, als sie dort einen ermordeten Piloten und Rucksäcke voller Drogen finden. Zur selben Zeit gesellt sich ein Unbekannter zu einer Gruppe Touristen, die auf Raftingtour sind. Keiner der Beteiligten, unter denen auch Hopes Schwester Faith ist, ahnt, wer dieser in Wahrheit ist und in welche Gefahr sie sich befinden.

Sowohl Sam als auch Hope müssen mit einem privaten Trauma umgehen. Während Sam seine Verlobte bei einem Kletterunfall verlor, an den er sich aufgrund seiner Amnesie nicht mehr erinnern kann und sich daher jeden Morgen erst klar machen muss, dass sie tot ist, hat Hope mit einer von ihr getroffenen Entscheidung in der Vergangenheit zu leben. Dieses Trauma dazu geführt, dass sie sich von anderen Menschen abgekapselt hat: sie arbeitet die meiste Zeit alleine, hat nicht viele Freunde bzw. keinen Partner. Ihre engste Vertrauensperson ist ihre jüngere Schwester Faith, die mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. Hope ist ein Charakter, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Sie ist selbstbewusst in ihrem Job, gibt aber ihre Schwächen auch zu und lässt sich z.B. auch von Sam etwas sagen. Ihre Vergangenheit und deren „Aufarbeitung“ in der Gegenwart fand ich sehr berührend und gut gelöst.

Sam kann aufgrund seiner Amnesie nicht mit der Vergangenheit abschließen. Da er nicht weiß, ob er schuld am Tod seiner Verlobten hatte; es fahrlässiges Verhalten oder ein Unfall war, kann er das alles nicht verarbeiten. Nebenbei muss er noch mit seinen Gefühlen für Hope klar kommen. Aus dem Grund verhält er sich ihr gegenüber anfangs wie ein Vollidiot, im Laufe der Geschichte bessert er sich, dennoch gab es den einen oder anderen Moment, wo ich ihn am liebsten für seine Ignoranz gewürgt hätte. Er hat sich die meiste Zeit nur um seinen Verlust und Schmerz bemitleidet und das, was Hope durchgemacht hat, herabgesetzt und verharmlost. 

Ich fand es schön, dass sich ihre Beziehung, obwohl nur wenig Platz für Romantik war, weiterentwickeln konnte. Ihre Anziehung war von Anfang an glaubhaft und ihre Diskussionen teilweise erheiternd, teilweise emotional.

Das gesamte Buch ist wie Teil 1 voller Action, Wendungen und Spannung. Es gibt böse und nicht so böse Buben, spannende Kletter- und Raftingtouren, Verfolgungsjagden und eine ebenso interessante Nebengeschichte. Selten schafft es eine Autorin, Nebencharaktere und ihre Geschichte so spannend in Szene zu setzen wie Jill Sorenson. Ich hab ihnen fast noch lieber ein Happy End gewünscht als Hope und Sam, bei denen es eh schon von vornherein klar war.  Außerdem treffen wir auch wieder auf Owen! Er hat eine entscheidende Rolle in der ganzen Sache, denn Sam hat ihm einen Job im Nationalpark verschafft.

Empfehlenswert für alle, die rasanten Outdoor-Thrill + Romantik mögen.


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