Montag, 15. September 2014

Review | Jill Sorenson - Aftershock



As an emergency paramedic, Lauren Boyer is dedicated and highly capable. Until an earthquake strikes, trapping her beneath the freeway with a group of strangers--including Iraq war veteran Garrett Wright...

Handsome and take-charge Garrett aids Lauren in her rescue efforts, even as the steely look in his eyes seems to hide dark secrets. When a gang of escaped convicts goes on the attack, Garrett's bravery makes him more than a courageous bystander to Lauren. If they can save the others before time runs out, maybe, just maybe, they can explore the fire igniting between them - if the truth about who he really is doesn't pull them apart forever...

~*~

Lauren und ihr Partner Joe haben gerade ihre Schicht als Rettungssanitäter begonnen, als ein Erdbeben die Interstate, auf der sie unterwegs sind, zum Einsturz bringt. Eingeschlossen unter Beton und Metall trifft Lauren in dieser „Höhle“ auf ein paar wenige Überlebende: den Ex-Marine Garrett, der noch immer für die Folgen seiner PTBS bezahlt, die hochschwangere, achtzehnjährige Latina Penny, die zwölfjährige Cadence und ihren Großvater Don. Während die Sanitäterin sich um die Schwerverletzten kümmert, die aufgrund fehlender medizinischer Versorgung alsbald der Reihe nach sterben, hat die Gruppe neben der immer knapper werdenden Wasser- und Nahrungsressourcen auch noch mit drei Sträflingen zu kämpfen, die in einem Gefangenentransport unterwegs waren und dank des Erdbebens nun frei sind.

Aftershock“ hat ein einzigartiges Setting, das ich so noch nie gelesen habe. Die Gruppe ist unter einer Autobahnbrücke verschüttet; Ausweg scheint es keinen zu geben, Hilfe wird wenn überhaupt erst in einigen Tagen erwartet. Es ist ein eigener kleiner Mikrokosmos; ein Gefängnis, in dem sich eine Hierarchie und feindlich gesinnte Gruppen entwickeln. Die gesamte Umgebung erinnert an die Folgen einer Apokalypse – herumliegende Tote, brennende Autos, Wassermangel. Was man so über ihr Umfeld liest und sich vorstellen kann, dürfte für manch Zartbesaitete vielleicht etwas verstörend sein.

Lauren, die Sanitäterin, ist trotz dem Erlebten stark und furchtlos. Mit eisernem Willen versucht sie die Schwerverletzten mit den wenigen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu versorgen, obwohl sie weiß, dass ihre Leistung wahrscheinlich nicht ausreichen wird.

Garrett erweist sich ihr als große Stütze - er stellt sich den Verurteilten in den Weg und versucht alles Menschenmögliche, um einen Ausweg zu finden, auch wenn er dabei sein Leben riskiert. Die von Anfang an herrschende Anziehung zwischen den beiden ist offensichtlich und da sie eng zusammenarbeiten und sich in einer Ausnahmesituation befinden auch verständlich. Doch Garrett will ihr aus gutem Grund nicht nachgeben, denn auch er hat ein Geheimnis. Dieses war für mich relativ schnell ersichtlich, minderte aber keinesfalls die Spannung.

Die Nebencharaktere - und damit meine ich vor allem Penny und Owen (Danke, dass sie eine eigene Geschichte bekommen!) - waren toll. Die nachvollziehbare anfängliche Abneigung und Abscheu klingt ab und es kommt zu einer zarten Annäherung. 
Die Bösewichte hingegen wirkten ein wenig blass, waren aber keine Sympathieträger und so sollte es auch sein. Die haben bekommen, was sie verdienen.

Die erste Hälfte des Buches gefiel mir wirklich gut, die zweite bestand dann mehr aus sich wiederholenden Abläufen. Obwohl die Lage bereits angespannt war, wurde die Dramatik noch ein Stück nach oben geschraubt, was für mich dann schon ein bisschen zu viel des Guten war. Man hätte ruhig ein, zwei Szenen weglassen können.

Aftershock“ ist ein packend geschriebener Survival Thrill mit einer Prise Romantik/Erotik. Die nächsten Teile stehen auf jeden Fall auf meiner Leseliste.

Kommentare:

  1. Das ist mal ein Buch, das ich sogar schon im Regal habe. Sogar schon etwas länger.... jetzt müsste ich nur noch Lust darauf haben. Grade was du über das Setting erzählst hört sich sehr interessant an. So in der Art habe ich auch noch nichts gelesen und es scheint ne spannende Kombination zu sein.

    AntwortenLöschen
  2. Ja, hab schon einiges in dem Genre gelesen und das war von den Rahmenbedingungen her mal was erfrischend Anderes :)

    AntwortenLöschen