Review | June Gray - Finding West



Kat Hollister is a tomboy who lives in t-shirts and dirty jeans and doesn’t give a shit what the world thinks. She lives alone in a small town in Alaska and closes everyone out, with only her dog Josie by her side. For Kat, love and relationships are for the weak, and she is anything but.

Until one cold night when she finds a stranger stumbling on the side of a dark road, a man who has lost his memory.

She gives him temporary shelter against the snowstorm, but what she doesn’t count on is the friendship that blooms. This man—who has no identity—starts to teach her things about herself she never knew, and she begins to wonder if maybe she'd been wrong about love and trust all along.

~*~

Kat hat sich in einem kleinen Dörfchen in der Wildnis Alaskas niedergelassen, um einerseits näher bei ihrem Vater zu sein und andererseits um sich hier vor der Welt zu verstecken. Sie hat eine schwere Jugendzeit hinter sich, die sie mehrmals an ihre persönlichen Grenzen gebracht hat und will nur eines: in Ruhe gelassen werden. Deshalb lebt sie ganz für sich allein mit ihrem Hund in einem mobilen Haus und vermeidet so gut es geht jeden Kontakt zu den Bewohnern der Stadt.

Doch ihre selbst auferlegte Einsamkeit wird gestört, als sie eines Nachts einen verletzten Unbekannten aufliest. Anstatt ihn am Straßenrand im Schnee liegen zu lassen, nimmt sie ihn mit zu sich nachhause und versorgt seine Kopfwunde. Als er erwacht, wird klar, dass er an Amnesie leidet und sich weder an seinen Namen noch an den Grund für seine Reise nach Alaska erinnert. Da ein Schneesturm aufzieht, beherbergt sie den Mann, dem sie im Lauf ihrer gemeinsamen Zeit verschiedene Namen gibt, und langsam entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen ihnen. Daraus wird langsam mehr; sie beginnt ihm zu vertrauen und „West“ zeigt ihr auch, dass mehr in ihr steckt als sie glaubt. Doch dann beginnt „Wests“ Erinnerung zurückzukehren und dieser Mikrokosmos; diese „Seifenblase“, in der sie gelebt haben, droht zu zerplatzen. Denn der Mann, den sie hier in Alaska kennengelernt hat, ist nicht derselbe, der er in New York war. Und es gibt einen ganz konkreten Grund für sein Auftauchen.

Kats Geschichte hat mich sofort interessiert, denn ich liebe 1. Geschichten, die in der rauen Wildnis Alaskas spielen und 2. taffe, abweisende, unangepasste, weibliche Hauptcharaktere, die eigentlich nur geliebt werden wollen, aufgrund ihrer rauen Schale aber schwer zugänglich sind. Kat wurde in ihrer Vergangenheit gemobbt, was sie einen verzweifelten Entschluss fassen ließ, der Auswirkungen auf ihre gesamte Familie hatte. Und nun ist sie hier, um, wie bereits erwähnt, als einzige noch lebende Verwandte ihrem Vater beizustehen und sich selbst zu verstecken. Wäre nicht ein Fremder aufgetaucht, hätte sie wohl für immer so gelebt.

Doch „West“ gelingt, was sonst keinem Einwohner des Dorfes gelungen ist. Er findet einen Weg unter ihre raue Schale; ermutigt sie, ihren Stärken; ihrem Traum nachzugehen. Obwohl er selbst nicht weiß, wer er ist, kann er Kat dabei helfen, zu ihrem Ich zu finden. Die Erklärung für „Wests“ Aufenthalt in Alaska war für mich dann allerdings zu konstruiert, da hätte es bestimmt bessere Lösungen gegeben. Eine, die vielleicht nicht in unmittelbarem Zusammenhang gestanden hätte.

Doch das ändert nichts daran, dass  „Finding West“ ansonsten eine durchwegs unterhaltsame, schön geschriebene Contemporary Romance ist, deren zweiten Teil ich hoffentlich ganz bald lesen werde. „Heading East“ liegt zumindest schon auf meinem EReader bereit.

1 Kommentar

  1. Hallöchen =)

    Ich habe dich für den Liebster Award nominiert. Hoffe du hast Lust mit zumachen.

    http://buecherbookslivres.blogspot.de/2014/12/tag-liebster-award-2.html

    Liebe Grüße
    Alina

    AntwortenLöschen