Freitag, 6. Februar 2015

Review | Marina Adair - Kissing under the Mistletoe




Regan Martin stopped believing in Christmas miracles six years ago when she lost everything - her house, her job, and her impeccable reputation in the wine industry - after she fell in love with a man she had no idea was married. Then Regan gets a chance for a fresh start in the Napa Valley. With her dream job, dream home, and her daughter enrolled in a wonderful new school, she starts wondering if holiday wishes really do come true.

But she soon tumbles back down to earth when she learns that her new boss is none other than Gabe DeLuca, the scorned wife’s brother. Gabe wants nothing more than home-wrecking Regan Martin out of his life, his sister’s world, and his family’s business. Mostly, he wants the lush beauty out of his head. Yet his attempts to run her out of town have him thinking twice, especially when he sees that Regan may hold the key to tracking down his sister’s stolen start-up capital. Even worse for Gabe, Regan might just be his Christmas wish and hold the key to his heart.

~*~

Seit ihrer Affäre mit dem verheirateten Richard vor sechs Jahren geht Regans berufliche Karriere kontinuierlich den Bach hinunter. Damals wurde sie erst von Gabe, dem Bruder der betrogenen Ehefrau, darüber aufgeklärt, dass ihr Freund verheiratet ist, als er sie in einem Restaurant zusammen sah. Seit dem Zeitpunkt setzt Gabe alles daran, um Regan das Leben schwer zu machen: so findet sie z.B. keinen Job in der Wein-Industrie mehr, denn er ist ein mächtiger Mann und lässt seine Kontakte spielen. Dann scheint sich das Blatt endlich zu wenden: Regan erhält die Chance für einen Neustart im Napa Valley. Zusammen mit ihrer siebenjährigen Tochter Holly zieht sie nach Kalifornien, nur um dort einen weiteren Rückschlag zu erleiden. Ihr neuer Chef ist niemand anderer als Gabe, der sie auf keinen Fall in seiner Nähe und schon gar nicht in Reichweite seiner Schwester Abby haben will. Das liegt vor allem auch daran, dass er Regan selbst nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Doch er ändert sein Verhalten als ihm klar wird, dass sie möglicherweise weiß, wo sich Richard, der sich nach Bekanntwerden der Affäre mit Abbys Geld abgeseilt hat, aufhält. Gefühle, die sich zwischen den beiden entwickeln, verkompliziert die Lage zusätzlich.

Gabe ist Italiener und das merkt man auch sofort: La famiglia steht an erster Stelle; als Ältester hat er seine fünf Geschwister nach dem Tod der Eltern großgezogen. Für sie würde er durchs Feuer gehen. Mitanzusehen, wie Gabe Regan zusetzt; wie er versucht, ihr Leben zu ruinieren, ging mir teilweise wirklich ans Herz. Er hat kein Mitleid mit ihr, sondern stellt sie als alleinigen Sündenbock dar. Warum er nicht stattdessen alles daran setzt, endlich Richard aufzuspüren und ihn zur Verantwortung zu ziehen, verstehe ich nicht. Immerhin war er derjenige, der die beiden Frauen (und noch andere) belogen hat. Erst als Gabe herausfindet, dass Regan eine Tochter mit Richard hat, wird er etwas weicher und legt seine Wut ab, zeitgleich haben seine Brüder und er die Idee, sich mit Regan zu „versöhnen“, um herauszufinden, ob sie Richards Aufenthaltsort kennt. Trotz seines überdimensionalen Beschützerinstinkts ist Gabe aber ein starker, loyaler Mann, der für seine Fehler geradesteht.

Regan ist als naive Neunzehnjährige auf einen Lügner hereingefallen. Die daraus resultierenden Geschehnisse haben sie schnell erwachsen werden lassen. Gemeinsam mit ihrer Tochter Holly ist sie ein starkes Duo. Sie braucht keinen Mann, um für sich sorgen zu können, sagt sie sich zumindest. Alle Steine, die Gabe ihr in den Weg legt, bewältigt sie selbstbewusst und stoisch; auch wenn es emotional an ihr zerrt. Dass sich die beiden attraktiv finden, obwohl sie einander hassen; versuchen die zwei anfangs zu verdrängen, doch das gelingt ihnen nicht lange. Gemeinsam sind sie ein großartiges Paar mit ihren ganz eigenen Fehlern und Stärken. Ihr Geplänkel und ihre Anspielungen sind amüsant. Die erotischen Szenen halten sich in der Geschichte in Grenzen, dennoch ist die sexuelle Spannung zwischen ihnen deutlich spürbar.

Toll entwickelt waren auch die Nebencharaktere: die „Mrs. Clauses“ (Gabes Nonna und ihre beiden Komplizinnen) sowie  Regans neue Freundinnen Jordan und Frankie. Nicht zu vergessen, Rudolph! Gott sei Dank hat er es schlussendlich wieder nachhause geschafft J

Wie jede Contemporary Romance gibt es auch  in „Kissing under the Mistletoe“ einige Hindernisse und Dramen zu bewältigen, bevor es ein glückliches Ende geben kann. Dennoch hat dieser erste Band für mich auch ein gewisses Etwas, das mich einfach eingefangen hat und das diese Geschichte ein wenig von anderen aus dem Genre hervorhebt, ohne etwas großartig anders zu machen. Wahrscheinlich war es dieses Hund/Katze-Szenario zwischen den beiden Hauptcharakteren, die mich irgendwie an Filme von Doris Day und Rock Hudson erinnerten. 

Mit ihrer „St. Helena Vineyard“-Reihe hat Marina Adair eine authentische, emotionale Kleinstadt-Serie geschaffen, die lustige, aber auch herzergreifende Momente besitzt. Die nächsten Teile der Reihe ist schon bei mir eingezogen.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen