Review | Monica Murphy - Owning Violet





I’ve moved through life doing what’s expected of me. I’m the middle daughter, the dutiful daughter. The one who braved a vicious attack and survived. The one who devoted herself to her family’s business empire. The one who met an ambitious man and fell in love. We were going to run Fleur Cosmetics together, Zachary and I.

Until he got a promotion and left me in the dust. Maybe it’s for the best, between his disloyalty and his wandering eye. But another man was waiting for me. Wanting me. He too has an overwhelming thirst for success, just like Zachary—perhaps even more so. He’s also ruthless. And mysterious. I know nothing about Ryder McKay beyond that he makes me feel things I’ve never felt before.

One stolen moment, a kiss, a touch . . . and I’m hooked. Ryder’s like a powerful drug, and I’m an addict who doesn’t want to be cured. He tells me his intentions aren’t pure, and I believe him. For once, I don’t care. I’m willing to risk everything just to be with him. Including my heart. My soul. My everything.

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Violet Fowler hat es nicht leicht. Anstelle eines Heiratsantrags eröffnet ihr ihr Freund Zachary, dass er für zwei Jahre nach London geht, um mit seiner Beförderung die dortige Zweigstelle ihres Familienunternehmens „Fleur Cosmetics“ zu unterstützen. Erst ist sie bestürzt darüber, als sie ihn allerdings ein paar Tage später auf einer Firmenfeier bei einem Stelldichein mit ihrer gemeinsamen Arbeitskollegin Pilar erwischt, platzt der sonst so schüchternen Violet der Kragen. Sie will sich seine Affären nicht länger gefallen lassen und beendet die Beziehung. Trösten lässt sie sich von Ryder McKay, ebenfalls für „Fleur Cosmetics“ tätig und ein charmanter Frauenheld, der eine undurchsichtige Beziehung mit Pilar führt. Bisher ist Violet immer auf Abstand zu ihm gegangen, denn seine intensive Ausstrahlung und Nähe bereiten ihr Unbehagen. Doch jetzt will sie etwas ändern: nicht mehr der Fußabstreifer für andere sein, sondern endlich selbst Spaß haben. Und genau das – eine unkomplizierte Affäre – verspricht ihr Ryder. Allerdings kennt sie seine wahren Absichten nicht.

Ryder ist ein gefährlicher Mann: er ist charmant; weiß, was Frauen wollen und wie er es ihnen geben kann. Er ist sich für nichts zu schade; nichts ist zu schmutzig, um ans Ziel zu kommen. Und jetzt hat er sich in den Kopf gesetzt, die brave, naive Violet zu verführen. Dass er sich dabei verlieben würde, daran hätte er nie im Leben gedacht.
Seine Beziehung zu Pilar ist vielmehr eine Abhängigkeit. Sie hat ihn von der Straße geholt; ein Dach über den Kopf, Essen, Geld und einen Job gegeben; ihn zu ihrem Lover gemacht. Obwohl er die Schulden längst beglichen hat, kommt er nicht von ihr los. Ryder und Pilar erinnerten mich sehr an Sebastian und Kathryn aus „Eiskalte Engel“. Er will Violet flachlegen und Zacharys Beförderung, sie Violet zerstören, um ihren Platz in der Firma einnehmen zu können und so fädeln sie eine tückische Intrige ein. Gefühle waren natürlich nicht vorhergesehen, aber es läuft nicht immer alles nach Plan. Es gelingt ihm nicht, Abstand zu bewahren; Violet gewinnt mit ihrer Natürlichkeit sein Herz.

Violet ist eine widersprüchliche Person. Anfangs erscheint sie schüchtern, fragil; errötet sobald ihr etwas peinlich ist. Ein Ereignis in der Vergangenheit ließ sie etwas psychisch unstabil zurück. Sie ist sich ihrer Ausstrahlung auf andere nicht bewusst, sondern trotz ihres Aussehens und ihrer stilsicheren Art unsicher. Im Lauf der Geschichte beweist Violet allerdings, dass sie auch Rückgrat besitzt und ist nicht zu prüde, um sich zu nehmen, was sie will. Ryders Präsenz macht ihr Angst, aus diesem Grund hielt sie sich stets von ihm fern. Gleichzeitig fasziniert er sie aber auch. Die beiden teilen eine starke sexuelle Verbindung, die keiner von ihnen leugnen kann. Man glaubt vielleicht erst, dass Ryder die Fäden in der Hand hält, doch das ist nicht ganz korrekt. Der abgebrühte Womanizer findet sich bald in Violets Bann wieder und aus dem heimtückischen Spiel entstehen wahre Gefühle.

Dominanter Held verführt schüchterne Tochter des Chefs. Klingt nicht neu, ist es auch nicht. Monica Murphys Stil und Geschichte ist ganz gut geschrieben, allerdings fehlte mir am Ende die erwartete „Offenbarung“; der ganz große Krach, wenn Violet von dem Plan erfährt, den Ryder und Pilar ausgeheckt haben. So geht das Ganze ohne viel Drama zu Ende; die Geschichte läuft einfach aus und lässt mich unzufrieden zurück. „Owning Violet“ ist alles in allem eine sehr sexy Geschichte für ein paar angenehme Lesestunden, jedoch fehlt ihr das gewisse Etwas um sie zu etwas Besonderem zu machen. So sticht sie nicht heraus, sondern mischt sie sich unter all die anderen Bücher ähnlichen Inhalts. 

Kommentare

  1. Ach blöd, ich fand der Titel klang ganz gut und auch worum es soweit ging aber auf so ne lala-Geschichte hab ich nicht wirklich Lust :/

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    1. Hi!

      Ja, ich habe mir auch etwas mehr erwartet... so gibt's viel Sex und keine nennenswerte Spannung oder Drama. Es plätschert einfach alles so bis zum Ende dahin. Die anderen beiden Teile über ihre Schwestern werde ich mir aber trotzdem mal ansehen.

      Liebe Grüße
      Doris

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    2. Das ist so schade. Irgendwie hab ich manchmal das Gefühl, das viele Autoren vergessenn, dass Bücher auch ne Handlung haben sollen, egal ob die Sexszenen gut geschrieben sind. Und oft ähneln die einander so sehr, wenn ein Buch mehrere hat. Erlebe selten was originelles. Da sollte der Plot das Ganze wenigstens noch rumreißen :/

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    3. Da gebe ich dir absolut Recht - oft klingt eine Geschichte wie das andere und die Erotikszenen, ob gut oder weniger gut geschrieben, reihen sich einfach so aneinander....
      Erotikszenen sind ja schön und gut, aber sie dürfen/müssen nicht die Mehrheit der Geschichte ausmachen. Da muss schon mehr dabei sein, um eine besonders gute Bewertung zu bekommen. :)

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