Donnerstag, 26. Februar 2015

Review | Toni Anderson - Cold Pursuit



Single mom Vivi Vincent is thrust into her worst nightmare when she’s trapped inside a mall during a terror attack along with her eight-year-old son. With the help of Jed Brennan, an FBI special agent on enforced leave, Vivi and her son survive the assault. But the danger is far from over.

Vivi’s son may have witnessed critical details of the terrorists’ future plans and is targeted for death, but he’s mute, and he’s traumatized. Still someone launches a strike against the FBI’s safe house, and Jed fears the bad guys have an inside man. No longer knowing who to trust, he hides mother and son in a log cabin deep in the heart of the Wisconsin Northwoods. There Jed and Vivi try to figure out how to unlock the information inside her son’s head. What they don’t bargain for is the red-hot attraction that flares between them, or the extent of the sinister plot that threatens to rip apart not only any chance of happiness they might have together, but also the very fabric of American society.
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Aus einem entspannten Nachmittag in der Shopping Mall wird der schlimmste Tag ihres Lebens: Vivi Vincent und ihr achtjähriger Sohn Michael finden sich inmitten eines Terrorakts wieder. Mehrere maskierte Männer stürmen das Center und töten ohne mit der Wimper zu zucken der Reihe nach die verängstigten Besucher. Mithilfe des FBI-Agenten Jed Brennan, der sich zufällig unter den Besuchern befindet, gelingt den beiden die Flucht. Doch der Schrecken ist noch nicht zu Ende. Michael, der nicht spricht und autistische Züge aufweist, scheint in seinem Versteck etwas gesehen und gehört zu haben, das die Identitäten der verbleibenden ausländischen Attentäter gefährdet. Nun befinden sich er und seine Mutter im Fadenkreuz der Bösewichte, die alles daran setzen, um den kleinen Jungen zum Schweigen zu bringen. Nach einen Anschlag auf das Safe House, in dem die beiden untergebracht wurden, nimmt Jed ihren Schutz selbst in die Hand und bringt sie in seiner Ferienhütte unter, wo er nicht nur versucht, Michael dazu zu bringen, das Gesehene zu zeichnen, sondern auch Vivi näher kommt.

Nachdem ihr Ehemann sie nicht nur betrogen, sondern sie und Michael auch emotional unter Druck gesetzt hat, fällt es Vivi Vincent schwer, zu vertrauen. Sie ist eine taffe, mutige Frau, obwohl ihr Leben nicht einfach ist. Früher arbeitete sie im Pentagon, jetzt ist sie Übersetzerin in einer kleinen Firma, um sich allein um Michael zu kümmern. Niemand weiß, weshalb er seit einigen Jahren nicht mehr spricht; die Ärzte können auch nicht genau sagen, ob er unter Autismus leidet. Fest steht, dass er ein außergewöhnlicher Junge mit einem fotografischen Gedächtnis ist. Zwar wissen die Attentäter nichts davon, ihnen ist aber bewusst, dass er sie verraten könnte. Vivi und Michael halten sich während dieser Zeit wirklich tapfer. Ich habe großen Respekt vor Müttern wie Vivi, die als Michaels Alleinerzieherin die gesamte Last trägt. Zwar gibt es Momente, in denen sie zu kämpfen hat, doch sie schafft es immer wieder und sie gibt Michael ihre gesamte Liebe. Dass sie dabei zu kurz kommt und einsam ist, steckt sie zurück. 

Jed, den wir schon in Teil 1 kennenlernen, befindet sich gerade in bezahltem Urlaub, als er sich mitten in einem Terrorangriff wiederfindet. Nachdem dieser beendet wurde, fühlt er sich weiterhin verpflichtet, für Vivis und Michaels Sicherheit zu sorgen. Mithilfe des FBIs wird alles Mögliche getan, allerdings kommen ihnen die Verbrecher auf die Spur und so versteckt er sie schließlich in seinem privaten Ferienhaus. Jed ist ein charmanter Charakter. Ganz der harte FBI-Agent, allerdings mit einem weichen Herz. Ich fand es toll, wie er sich um Michael kümmert; ihm seine Aufmerksamkeit schenkt. Und das ist auch der Weg zu Vivis Herz - Michaels eigener Vater hat sich nie um ihn gekümmert, sondern immer nur runtergemacht, erst ein Fremder wie Jed gibt ihrem Sohn das, was sie sich für ihn wünscht: Liebe und Schutz.

Die Anziehung zwischen Jed und Vivi ist bereits bei ihrer ersten Begegnung spürbar. Aufgrund des Mordens und des Chaos bleibt das Knistern im Hintergrund. Vivi ist diejenige, die schließlich die Zügel in die Hand nimmt, während Jed der Ansicht ist, dass er ihr und Michael keine Zukunft bieten kann. Die drei sind aber ein wirklich tolles Team.  

Syrische Terroristen. Das klingt nicht nach Fiktion; man muss bloß die Zeitung aufschlagen, um über diese Thematik lesen zu können. Ich finde es daher schwierig, über eine so aktuelle auch  brisante Angelegenheit zu schreiben. Toni Anderson hat es allerdings geschafft, diesen Aspekt der Geschichte wirklich gelungen zu verarbeiten. Sie gibt nicht nur den Opfern, sondern auch den Bösewichten ein Gesicht. Man bekommt ihre Seite der Geschichte zu lesen; ihre Gründe hinter den Handlungen, was diese allerdings nicht rechtfertigt. Schlussendlich waren sie alle nur Marionetten in einem Spiel der ganz Großen, dessen wirklichen Hintergründe erst ganz zum Schluss ans Licht kommen.  

Ich hoffe mal stark darauf, dass Killion auch eine eigene Geschichte bekommt. Die muss ich unbedingt lesen; ich will wissen, was „das Gespenst“ ausmacht; wie er tickt. Denn hier tritt er vor allem als sarkastischer, unkonventioneller Nebencharakter, der Jed hin und wieder in den Wahnsinn treibt, in Erscheinung. 


Wie bereits Teil 1 - „A Cold Dark Place“ - ist „Cold Pursuit“ ein rasanter, spannender, intensiver Romantic Thriller, der einen kaum zu Atem kommen lässt. Auch die Auflösung um die Drahtzieher ist wie im Vorgänger ziemlich überraschend, alle Fäden laufen am Ende schön zusammen und keine Fragen bleiben offen.




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