Mittwoch, 30. Juli 2014

Review | Cherry Adair - In gefährlicher Strömung




Mit Gefahr kennt er sich aus: Zane Cutter taucht in der Karibik nach Wracks. Der kleinste Fehler kann tödlich sein, und deshalb ist in seinem Team nur für die Besten Platz. Was bedeutet, dass er für das nächste Projekt unbedingt die junge Schiffsmechanikerin Teal Williams an Bord haben will. Dass sie offensichtlich etwas gegen ihn hat, ist egal. Hauptsache, sie macht ihren Job gut ? Doch kaum stechen sie in See, reißt Zane und Teal ein Sog der Leidenschaft mit. Eine erotische Affäre beginnt, die sie atemlos macht - und dann finden sie sich plötzlich in einem gefährlichen Abenteuer wieder! Jetzt geht es mehr als um Lust und altes Gold, mehr als um dunkle Vergangenheit und neue Liebe: Es geht ums nackte Überleben.

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Zane und Teal konnte ich im Großen und Ganzen gut leiden. Schwierige, sture Charaktere hab ich eigentlich sehr gerne und Teal war ein Prachtexemplar. Sie hat schon einiges in ihrem Leben mitgemacht, dennoch war ihr geringes Selbstbewusstsein manchmal schon etwas zu viel. So schüchtern und unsozial sie ist, so offen und charismatisch ist Zane. Sein Spitzname „Casanova der Karibik“ sagt schon alles. Am Anfang fand ich seine Art übertrieben. Befand er Teal am Anfang wegen ihrer ungekämmten Haare und der weiten Kleidung als vollkommen unweiblich und überhaupt nicht anziehend (was für ihn die perfekte Voraussetzung war, um sie anzustellen, damit er, der Arme, nicht abgelenkt wird), so braucht es nur knappe Shorts und ein enges Top, um ihn anzutörnen und ihr Avancen zu machen. Männer J Im Laufe der Geschichte merkt man aber, dass hinter seiner Sunnyboy-Gehabe ein guter, ehrlicher Mann steckt.

Die Tätigkeit von „Cutter Salvage“ - versunkene Schiffe bergen und Schätze heben - hat mich dazu bewogen, das Buch zu lesen. Geschichte, alte Kulturen, Geheimnisse - hach, herrlich. Leider nimmt die Suche und Bergung des Schatzes nur zirka die Hälfte der Handlung ein, was mich dann etwas enttäuscht hat. Der Rest beinhaltet ein ins Meer gestürztes Flugzeug, einen für die Regierung wertvollen Mikrochip und die Bösewichte, die diesen haben wollen. Teal, Zane und die Schiffsmannschaft werden unschuldig in die ganze Geschichte mithineingezogen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn man diesen Handlungszweig weggelassen und sich stattdessen nur auf den Schatz konzentriert und dort noch ein paar Hindernisse und Probleme eingebaut hätte. Auch die Romanze zwischen Zane und Teal kommt nur langsam ins Laufen, was nicht an Zanes Versuchen, sondern mehr an Teals Widerspenstigkeit lag. Als es dann aber so weit war, waren all ihre Unsicherheiten aber ganz plötzlich wie durch ein Wunder verschwunden…

Toll waren die Tauchszenen, vor allem da ich noch nie getaucht bin, sowie die Karibik. Meer, Sonne, Inseln… da kam Urlaubsfeeling auf. Auch die Charaktere selbst waren allesamt interessante Figuren. Bin schon auf Zanes Brüder Nick und Logan gespannt.

Alles in allem eine ordentliche Liebesgeschichte mit Spannungsanteil, die jedoch ein paar Ungereimtheiten aufweist.

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