Review | Janet Nissenson - Serendipity




Was meeting again an unfortunate twist of fate? Or was it just serendipity?

Julia McKinnon was convinced she’d found the one – the man of her dreams, the most seductive, experienced lover she’d ever known – and the night they’d spent together in New York was the stuff erotic fantasies were spun from. But with the dawn of a new day came only heartache and betrayal, and her dreams were snuffed out like so much fairy dust.

Nathan Atwood felt like the lowest sort of life form after seducing the incredibly beautiful girl he met in New York, only to break her tender heart with the confession that he was already involved with someone else. Leaving Julia was the hardest thing he’d ever done, and the memory of their passionate night together haunted his dreams for months afterwards.

Now fate has brought them together again, and they are forced to work alongside each other. Will Julia be able to put aside the feelings she still has for her handsome boss and forge a new life for herself in San Francisco? And how long will Nathan be able to resist the gorgeous woman he’s never really stopped thinking about or wanting?

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Die sentimentale Inhaltsangabe hätte mich schon vorwarnen müssen, aber ich hab dem Buch doch eine Chance gegeben. Leider stellte es sich als Reinfall heraus.
Während ich mich mit der Heldin, die quengelig und naiv war, noch gerade so anfreunden konnte, war der Held einfach nur ein Idiot. Nathan, der einflussreiche CEO einer Designfirma verlobt sich, weil es gerade alle in seinem Umfeld tun, obwohl er seine Freundin Cameron weder liebt noch überhaupt sonderlich gerne mit ihr zusammen ist. Es gibt nicht keine Szene, in der er ihr sagt, dass er sie liebt oder überhaupt einmal liebevoll von ihr spricht. Stattdessen wird Cameron – auch von ihm - als nervige, ältere Blondine hingestellt, die dem Leser sofort unsympathisch ist. Weshalb ein „Alpha“-Mann wie Nate überhaupt bei ihr bleibt, ist mir ein Rätsel. Besagte Verlobte plant nämlichen jeden Teil seines Lebens: welche Veranstaltungen sie besuchen, was sie unternehmen… Sogar beim Sex übernimmt sie die Führung, was ihm natürlich nicht recht ist. Aus diesem Grund (oder warum auch immer) verfällt er der außergewöhnlich schönen (wie schön sie ist, wird mindestens hundert Mal erwähnt) Julia, als er wegen einer Tagung in New York ist. Es ist Lust auf den ersten Blick, dennoch vergehen zwei Zufallstreffen bis er die Contenance verliert. Anfangs hat er noch an seine Verlobte gedacht, doch nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit ist ihm diese Tatsache egal und er nimmt Julia mit auf sein Hotelzimmer. Nach einer anstrengenden Nacht ist sie verliebt und er eröffnet ihr, dass er bereits vergeben ist. 

Ein halbes Jahr später, in dem Julia ihm hinterher getrauert hat, ist sie zurück an die Westküste gezogen und hat einen Job in einer Designfirma angenommen. Natürlich ist es genau jene Firma, dessen CEO Nathan ist. Nachdem er sie erst einmal für eine Stalkerin hält, vereinbaren sie nicht mehr als Kollegen zu sein, was natürlich sehr schwer ist, weil sie einander immer noch begehren. Weitere Steine werden ihnen auch von seiner Verlobten in den Weg gelegt, die sofort, als sie die wunderschöne Julia gesehen hat, eifersüchtig ist und Nathan eine Affäre vorhält. Bis zur Hälfte des Buches zwingt Nathan sich, Julia aus dem Weg zu gehen bzw. sie, wenn sie sich treffen, böse anzustarren. Danach ist ihm plötzlich klar geworden, dass er ohne sie nicht leben kann und während seine Verlobte auf einen Kurzurlaub ist, geben sie ihrem Verlangen erneut nach. Die restlichen 200 Seiten bis zum Schluss bestehen aus aneinandergereihten Sexszenen, in denen er von ihren echten Brüsten schwärmt und meint, schmutzig reden zu müssen (was in anderen Büchern viel besser geklappt hat). Das Drama erreicht schließlich seinen Höhepunkt, als seine Verlobte Julia mit einer Waffe auflauert. Die Lust bzw. das gesamte Interagieren der Charaktere kam mir zu überzogen teilweise lächerlich vor. Nathan als dominanter CEO war für mich mehr ab- als antörnend, Julia als folgsames Mädchen, das scheinbar keinen Atemzug ohne ihn machen kann, passt jedoch perfekt zu ihm.
 
Seufz, ich bin immer wieder enttäuscht, wenn Bücher einfach nur zeitraubend sind. Dass nicht alle es schaffen, einen zu fesseln, ist verständlich ja, aber trotzdem… :) Diesen Roman habe ich gewählt, weil mich der zweite Teil der Reihe interessiert hat und in mehreren Rezensionen erwähnt wurde, dass deren Hauptcharaktere auch in „Serendipity“ auftauchen. Tun sie auch - in einer Szene. Teil 2 bleibt vorläufig auf meinem SuB, momentan hab ich genug.

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